Mut ist ein Schlüsselfaktor

Ohne Mut, können Sie nicht aktiv kommunizieren und interagieren

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Woraus schöpfen Sie Mut?


Metalog

Am 12.02.2017 griff Dr. W. Steinmeier auf, was Wolfgang Schneider schon seit über 15 Jahren als Basis verantworteten und selbstverantworteten Handelns in seinen Seminaren und Vorträgen vermittelt. So hat dieser Blog schon früh in den zurückliegenden Jahren immer wieder publik gemacht, dass diese Qualität Menschen auszeichnet, die ein Leben aus erster Hand leben. Für WS ist ohne Mut keine Fürhung, kein selbst verantwortetes, moralisches und sittliches Leben möglich.
Mut ermöglicht dem Menschen primäre Tugenden zu leben: Zivilcourage, konfliktfähig und konstruktiv ungehorsam zu sein. Ohne Mut sind auch die sekundären Tugenden wie zum Beispiel: Weisheit, Tapferkeit, Gerechtigkeit, Besonnenheit, Geduld, Toleranz, Alterozentrietheit, Vertrauen, Diskretion oder Liebe kaum möglich (Beispiele von Ruppert Lay).

Mut

Virginia Satir schreibt, dass Menschen, die bereit sind, Risiken einzugehen, auch wenn noch nicht alle Befürchtungen ausgeräumt sind, eher stimmig und lebendig wirken. Das bedeutet, dass diese Menschen auch in Unsicherheiten eher handlungsbereit sind, als Menschen, die nur auf ihre Sicherheit bedacht sind.

Im Management kursierte vor etwa 25 Jahren die Metapher von Siedlern und Pionieren. Dabei wird den Pionieren eher das Charaktermerkmal mutig zugeschrieben. Die Siedler machten es sich am oder hinterm Herd bequem. Bei ihnen steht Sicherheit und Geborgenheit im Vordergrund. Doch sich dafür zu entscheiden, bedarf auch des Mutes. Brechen die Pioniere doch auch von einem festen Punkt, der Ihnen Verortung gibt, auf. So schöpften auch die Pioniere aus

Hype oder echtes Signal

Mut ist von blindem Aktionismus und Lärmen zu unterscheiden. Im Beratungsalltag von Veränderungsprozessen in Unternehmen begegnen mir oft zwei Handlungsweisen:
1) Manche Menschen verkriechen sich und auf der anderen Seite zeigen
2) Menschen Übereifer, der chaotisch in alle Richtungen stürmt.

Ein Beispiel wäre, ohne abzuwägen, Produkte oder Dienstleistungen schnell auf den Markt zu werfen, um schnellen Erfolg zu generieren. Nicht beachtend die Wirkweise von Systemen und Institutionen. Dieses maßlose Vorwärtsstürmen gleicht eher eher einem kindlichen und wenig emanzipierten Verhaltensmuster.
Sich dem Hype entgegen zu stellen und die wirklichen Stellsschrauben zu vertreten, ist in der heutigen Firmenkultur ein mutiges Unterfangen. Denn allzuviele Menschen folgen simplifizierenden Slogans.

Mut als Innergie

Mutigen Menschen werden jedoch eine ungeheure Innergie aufbauen. Sie verfallen nicht gleich dem Lärm, Hype oder blinden Aktionismus, der ausschließlich einem äußeren Moralgesetz folgt.
Mut, der mut macht und Innergie gibt, bedeutet, ja zu einem personalen Leben zu sagen. Dieses Leben umfasst viele Dimensionen menschlichen Lebens: das physische, das emotionale, das soziale, das mentale, das intellektuelle, das kognitive, das religiöse, das sinnhafte... Leben.

Mut und Angst

Mut hat nichts mit Furchtlosigkeit und sehr wenig mit dem Fehlen von Ängsten zu tun. Der gesunde Menschenverstand, die menschliche Weisheit und das Lebenswissen lehren, Erfolgchancen und Aktivitäten abzuschätzen, ehe wir loslegen. Es bedeutet auch zu erkennen, was man verändern kann und was nicht zu verändern ist. Hier ist Mut gefragt, neue Wege zu gehen und neu zu denken.

Viele Menschen bemerken, dass Ihnen Ihre gewohnte Welt zunehmend entgeleitet. Unser immer kleinteiligeres Wissen scheint überkomplex, unregelmäßig bis nicht kalkulierbar geworden zu sein. Der Mensch braucht Mut, sich diesen Heurausforderungen zu stellen und er braucht Mut um neu zu denken. Er muss seinen Schnabel in den Wind und Sturm strecken, wie es die Blaumerle tut.
Ein billiger Retrolook, die Kopie, vermag nicht den immanenten Wert des Originals zu erfassen. Der auschließliche Blick zurück, wie auch der auschließliche Blick in die Zukunft, übersieht das Jetzt.

"Heute ist die gute alte Zeit von morgen", formulierte treffend Karl Valentin schon vor 70 Jahren.

Mut und Kommunikation

Auch die Alltagskommunikation in Organisationen bedarf neuer Formen. Kommunikation verstehe ich, wie Watzlawick das in seinem Buch "Menschliche Kommunikation" formulierte, als aktive Interaktion. Erst wenn wir in Beziehung treten, gibt Kommunikation Sinn. Und dieser Sinn entsteht, indem wir interagieren und unseren "Senderplatz" verlassen.
Entscheidend ist, wer wie mit wem redet. Wissen, Verständnis und Begeisterung entsteht erst im Dialog (Miteinander reden) und entzündet sich an seinen Grenzen (Diskurs, Diskussion).
Der Kern der Kommunikation bleibt, im in-Beziehung-treten. Kommunikative Interaktion begleitet immer auch die Antwort. Über die Antwort fällt das Nichtwissen in meine Welt (Näheres Re-Entry, siehe Dirk Baecker: Form und Formen der Kommunikation). Den Mut zu fassen, diese Ungewissheiten zuzulassen und mit herein ins eigene Denken zu nehmen, bedarf des Mutes: Es könnte sein, dass die Antwort andere Gedanken herausfordert.

Die fogenden Zeilen mögen das abstrakt Geschriebene erläutern: Kommunikation trägt ein hohes Maß an Unsicherheit in sich. Sie lesen diese Zeilen und beobachten, was ich "jetzt" schreibe. Mein Tun hat keine Verbindung zu Ihrer Reaktion. So bleibt meine Kommunikation (hier in Form des Schreibens) riskant. Sie beobachten die Worte und schriftlichen Aussagen anders als ich das tue. Sie kommen, so Sie sich mit den Gedanken auseinandersetzen, zu anderen Ergebnissen.
All das führt dazu, dass ich nur annehmen und vermuten kann. Wissen kann ich das nicht.

Ich brauche den Mut, meine Gedanken trotz der Unsicherheiten zu veröffentlichen. Das Spektrum der Reaktionen (Unsicherheiten) reicht von einfach in den Abfall werfen, Löschen, Freistellungen im Beruf, den Auftrag vom Kunden gekündigt oder gar nicht zu bekommen, Mobbing oder Abmahnungen im betrieblichen Alltag bis hin zu Todesandrohungen.

Mut und "Neu Denken"

Die beweglichen Prozessabläufe und Denkstrukturen bedingen Mut aufzubringen, neue Wege zu gehen: in Organisationen, im Umgang miteinander, in der Betrachtung von Abläufen und in der Kommunikation mit sich selbst. Lineare Sichtweisen weichen den oszillierenden und vielschichtigen Prozessen. Sie werden andere Navigationsinstrumente brauchen, um neu zu denken. Zu wissen, dass das zu lernen ist, macht Mut.

Menschen jedoch, die den Mut zeigen, ihren Blick zu weiten, um Meinungen über Sein, Sicht und Funktionsweisen der Gesellschaft, Wirtschaft oder einer spezifischen Branche wahrzunehmen und sich in die wogenden Räume hineinwagen, werden bestehen. das wird ungewohnt sein und oft auch bleiben. Doch Menschen, die über diese beweglichen Denkstrukturen und den Mut verfügen, schlagen Wege ein, die ermöglichen, die Logik bzw. den Sinn der Handlungen zu konstruieren. Sie ermöglicht agile Konnektivität (Karl Weick). Sie finden so Anschlusspunkte in einer Netzstruktur, die eher einer Schaumstruktur (Sloterdijk) gleicht.

Popper wies schon früh darauf hin, dass Menschen den Mut aufbringen sollten, zu entscheiden, wann es sinnvoll sei, sich eher "durchzuwursteln" (Die offene Gesellschaft und ihre Feinde II, 304ff). Das setzt im Vorfeld natürlich Sensibilität voraus und in einen Beobchterstatus zu wechslen, um zu erkennen. Auch hier gilt es mutig zu entscheiden, wann ich vom Beobachterstatus in den "Teil-der-Welt-Status" springe.

Mut, Verhaltensweise oder Charaktereigenschaft?

Mut ist einmal eine Eigenschaft der Persönlichkeit, die wir als Charakter einem Menschen zuschreiben. Auf der anderen Seite zeigt sich Mut erst in der aktiven Interaktion.
Mut erlebt der Mensch erst durch ein In-die-Welt-Treten. Mut als Interaktion gewinnt in der Kommunikation unter Menschen zunehmend an Bedeutung (a.a.O). Eine Meinung gegenüber einem Menschen geäußert, zeigt sich erst an der Reaktion des Anderen, wie das Gehörte aufgenommen wurde. Kommunizieren bedeutet sich trauen (a.a.O.).
Deshalb ist Grundvoraussetzung für mutiges Handeln, über ein Grundverständnis der Kommunikation und Möglichkeiten aktiver Interaktion zu verfügen. Das können Sie lernen: Zum Beispiel in den Ausbildungen der BS Akademie: NLP-Ausbildungen, Macht der Sprache, Manipulation durch Sprache, Überzeugen, Zauber der Sprache, Wie man sich Feinde schafft, Eskalation und Deeskalation, Miteinander reden.

Besonders im Masterkurs des NLP und Kursen für Unternehmer, Leitende und Führungskräfte zeigt Wolfgang Schneider, dass es sich lohnt, mutig zu sein. Er ist überzeugt, dass konstruktiver Ungehorsam, Zivilcourage und Konfliktfähigkeit die Basis sind, überzeugend Meinungen und Ziele durchzusetzen. Mitunter ist es ein unbequemer Weg, viele verlieren den Mut, werden von institutionellem Denken vereinnahmt oder bringen den Mut gar nicht erst auf.
Man sieht es diesen Menschen an. Das sind die Menschen die wie Spielfiguren wirken, die man hin und her schiebt, mit denen gespielt wird.

Mut und Führung

Führungsseminare und Persönlichkeitstraining, die die Fähigkeit Mut zu zeigen, nicht thematisieren und sich auf das alleinige Vermitteln von Regeln der Rhetorik oder Kontrollsystemen beschränken, sind kleinteiliges Denken und laufen ins Leere. Im Zirkus werden diese Tools der Dressur zugeordnet.
Trainings die auf Ihr Innen wirken, sind sicher unbequem, denn Sie bestätigen nicht das was ist, sondern halten Spiegel vor und stoßen an. Ihr Gewinn, wenn Sie sich für Neu Denken entscheiden: eine Persönlichkeit, die Kontrast und Kontur in Ihrem Handeln zeigt, der man zuspricht, sie oder er habe einen mutigen Charakter und hat Haltung.
Sie weisen Ihr Umfeld auf Ihre Grenzen hin. Grenzhaftigkeit beinhaltet Aus- und Abgrenzung. Und bekanntlich führen Grenzstreitigkeiten zu Konflikten, deren Lösung wieder Mut und professionelle Kommunikation vorraussetzen.Regelformatismus ist keine Basis.

Doppler schreibt zu den Qualitäten von heutigen Führungskräften, dass sie Konfliktkompetenz besitzen sollen. Ohne Mut werden Sie kaum erfolgreich streiten und Konfliktlösungen durchsetzen können.

Trainings, wo der Trainer nicht an der Persönlichkeit ansetzt, sondern nur Regeln predigt, die Erfolg verheissen und die Erfolg nur zum Zweck degenerieren, werden dem erforderlichen Anspruch kaum gerecht.
Nur wenn Sie bei ihrer Person ansetzen, werden Sie die geforderten Leistungen bringen und (mutig) Entscheidungen treffen.
Viele haben bei persönliches Versagen eine gute Entschuldigung: Burn-Out. Bedeutet Burn-Out nicht auch, dass viele dieser betroffenen Menschen oftmals nicht den Mut fanden, einfach Nein zu sagen und unfähig waren, die körperlichen Signale zu vernehmen, weil auch das Mut bedarf, um selbst zu entscheiden, sich über die persönlichen Angstphantasien zu emanzipieren?

Wo ist Ihr Mut, einfach Nein zu sagen?
Wo ist Ihre Beobachtungsfähigkeit für sich selbst, um zu merken, was Sie sich als Mensch selbst zu-muten können?
Wann haben Sie das letzte Mal Grenzen gezogen?

Führen bedeutet soziale Verantwortung

Auch diese Kompetenz, sozial kompetent zu sein, nennen Doppler, Lauterburg in ihrem Buch Changemanagement als Grundvoraussetzung.
Für die Führungskraft kommt die soziale Fürsorge für die zugeordneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu. All zu viele Führungskräfte sind zu sehr mit sich beschäftigt als ihren Auftrag wirklich auszuführen. Gefangen in ihre eigenen politischen Netzewerkereien, bleibt nur wenig Zeit für den eigentlichen Auftrag.
Alterozentriertheit scheint für viele Führungskräfte ein Fremdwort. Zu sehr sind sie in ihre Ängste verflochten, es könne ein anderer an ihrem Stuhl sägen.

Menschen zeigen Mut, wenn sie fähig sind, auch unpopuläre Maßnahmen durchzusetzen. Doch gilt dabei eben nicht auf "Teufel komm raus" etwas durchzusetzen, sondern sozialverträgliches Entscheiden: dazu ist ebenfalls Mut erforderlich.
In den vielfältigen Spannungsfeldern nicht unter die Räder zu kommen, helfen persönlichkeitsstärkende Seminare, die Mut machen. Auch der NLP Master und NLP Trainer stellen deshalb die Persönlichkeitsstärkung in den Mittelpunkt.


Mut und Selbstorganisation

Intergatives Selbstmanagement hilft, sich nicht zu verrennen und entscheiden zu lernen, indem Sie sich Ihrer endogenen Moral bewusst werden. In einer sich schnell wandelnden Welt dem eigenen Herzen zu folgen, bedarf großen Mutes. Selbstorganisation, Klarheit und Ausrichtung spielen eine entscheidende Rolle. Mut heißt, das Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Ist es nicht erstaunlich, dass im deutschen Werteindex zwar Gesundheit, Freiheit und Erfolg stehen, doch Mut nicht zu finden ist? Das hängt damit zusammen, dass Mut, nicht zu subjektiven Sehnsüchten gehört, sondern eher eine Charaktereigenschaft ist, die zu den Tugenden zählt. Und Tugenden werden Menschen zugesprochen. Das beduetet, Sie brauchen Mut Beziehungen einzugehen, um im Spiegel der Anderen sich und Ihr Handeln zu erkennen. Das Fremdbild, zeigt oftmals Differenzen zum Eigenbild. Das zu erkennen und auch anzunehmen, bedeutet wieder: Mut.

Mut und Vertrauen

Die Definition von Mut zum Schluss: Mut, auch Wagemut oder Beherztheit, sei, dass man sich traut und fähig ist, etwas zu wagen, das heißt, sich in eine gefahrenhaltige, mit Unsicherheiten verbundene Situation zu begeben. (Wikipedia 2015)

Ohne Mut ist kein Vertrauen möglich. Und Vertrauen ist für eine ehrliche Interaktion unabdingbar. Und ehrliche Interaktion bedeutet Transparenz. Vertrauen ist nicht vertrauensseelig. Hier ist der Blick eher in die Vergangenheit gerichtet und zeigt Bekanntes und Bewährtes. Danach zu Handeln, bedarf kaum einer mutigen Handlung.
Aktiv und mutig Handeln Menschen erst, wenn wir dem anderen Menschen vertrauen und auch das Risiko eingehen, dass es anders verstanden werden könnte. Hier schließt sich der Kreis zu den einführenden Betrachtungen.

Mut und Demut

Mut zeigt sich auch in dem Wort De-Mut. Demut (hunanildad) besagt, dass ein Mensch in der existenziellen Wahrheit seines Lebens verwurzelt ist: Er erkennt an, dass es etwas anderes gibt und er nicht ausschließlich Kraft eigener Leistung, sondern aus der Kraft der Liebe lebt. Seine menschliche Würde steckt darinauch seinen Mitmenschen mit einer realistischen Selbsteinschätzung zu begegnen, in der er sich weder überschätzt noch auf ungesunde Weise abwertet oder minderwertig fühlt.

Eine Persönlichkeit und gerade eine Führungspersönlichkeit sollte Demut zeigen (Siehe Antrittsrede Dr. W. Steinmeier). Diese Menschen handeln so, dass durch ihr Handeln fremdes und eigenes personales Leben eher gemehrt als gemindert wird (bioiphiles Postulat).

Nur Mut!

Fragen zu firmeninternen und offenen Führungsforen an Wolfgang Schneider. Offen bin ich auch für Anregungen von Ihrer Seite, denn das was ich in ein paar Sätzen in dem Blog flüchtig tangiere, kann die Gesamtheit des Themas nicht erfassen. Und das will ich auch gar nicht.