Der Dialog

"Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind..."

Wolfgang Schneider NLP, Dialog, Macht und Kraft
Im Dialog

Das Wesen des Dialogs

Was ist das Wesen des Dialogs?

Dialogos (griechisch): Logos heißt „Wort“ und dia heißt „durch“.

Das Geheimnis des Dialogs ist, dass der Geist des Dialogs implizit vorhanden ist. Das Bild ist das des freien Sinnflusses, der durch uns und zwischen uns fließt. Das bewirkt einen überschauenden Sinnstrom (Antons). Was sind die Muster, die die einzelnen Teile und diese mit dem weiteren Umfeld verbinden und diese wieder mit mir; was ergäbe sich dann daraus, könnte eine Frage sein, die Gregory Bateson vielleicht gestellt hätte.
Das über das Wesenhafte hinaus Gehende, ist der Klebstoff, der Menschen und soziale Gebilde zusammen hält.

Der Dialog versucht nicht nur, er muss allen Annahmen, die im Hintergrund wirken, auf den Grund gehen. Die Kraft des Dialogs kommt aus der Klarheit über die Annahmen und Denkprozesse hinter den Annahmen und hinter den Annahmen und hinter den Annahmen….

Dialog und Diskussion

Der Dialog kann ein Weg des Verstehens, der Begegnung und der Hoffnung sein. Das ermöglicht er, indem er das Gespräch entgegen den hitzigen Debatten, abkühlt und verlangsamt. Diksussion und Debatte zerteilt. In der Diskussion wird wie mit einem Perkussionsinstrument alles zerschlagen.
Im Dialog geht es nicht um Gewinnen und egozentrische Selbstdarstellung. Im Dialog gewinnen alle, wenn einer gewinnt. (David Bohm) Dialog vereint und schafft gemeinsames Sinnverständnis. Dialog kann nach David Bohm, Chance sein, Neues zu entdecken, Horizonte zu öffnen. Dialog ist keine Garantie für Menschen, die Altes bewahren wollen und am Status Quo festhalten wollen.

Das Geheimnis des Dialogs

"Ich habe keine Lehre. Ich zeige nur etwas. Ich zeige Wirklichkeit, ich zeige etwas an der Wirklichkeit, was nicht oder zu wenig gesehen worden ist. Ich nehme ihn, der mir zuhört, an der Hand und führe ihn zum Fenster. Ich stoße das Fenster auf und zeige hinaus. Ich habe keine Lehre, aber ich führe ein Gespräch." Martin Buber (Das dialogische Prinzip)

Dialog und Macht

Viele Menschen sind sich der eigenen Annahmen, Vorurteile und stillschweigenden Denkprozesse nicht bewusst. Ein kluger Kopf, weiß das zu seinem Vorteil auszunutzen und so Macht auszuspielen. Im Dialog ermäctigt der Mächtige seine Gesprächspartner.

Der innere Dialog

Ein innerer Dialog, kann heiß und kalt sein. Kalt meint, dass der Mensch zur Ruhe gekommen ist. Ghandi soll gesagt haben, wenn man im Recht sei, es sich leisten könne, Ruhe zu bewahren; sei man es nicht, könne man es sich nicht leisten, sie zu verlieren. Innerer Dialog hört in den Menschen hinein. Er versucht wie Schulz von Thun dies ausführlich beschreibt, sich ein Bild von den inneren Spielern zu machen. Auch hier gilt es, genau zuzuhören, um auch die leisen Stimmen und die "Außenseiter" wahrzunehmen.

Leben ist Begegnung

Alles wirkliche Leben ist Begegnung, sagt Martin Buber. Diese menschliche Begegnung kann man immer haben, sogar mit dem Gegner oder Feind. Es gilt etwas zu finden, das Angst, Haß und Unmut integriert. Sich im Besitz von der Wahrheit zu wähnen, verhindert die Begegnung. Jeder Mensch ist von seiner Wahrheit überzeugt. Wie kann man etwas teilen, wenn man sicher ist, im Recht zu sein und die Wahrheit im Besitz zu haben meint?

Ignatius gab uns schon im 16. Jahrhundert mit auf den Weg, zu bedenken, dass es auch immer anders sein könne und man deshalb gut daran täte, Dinge in der Schwebe zu halten.

In diesem in der Schwebe halten während eines Gesprächs, eröffnet sich der Raum des Dialogs, der Begegnung ermöglicht. In diesem Raum ist das Oszilieren von Worten und der Austausch möglich.

Lange vermeinte die Welt der Wissenschaft, dass wir die Welt beschreiben können, ohne von uns selbst zu sprechen. Vielerorts ist Kommunikation mehr Zu-Reden. Derweil ist Interaktion und Begegnung nur durch ein Miteinander-Reden möglich.

Dialog als Prozesssprache

Dialog ist eine Prozesssprache. Wir machen uns bewusst, dass wir uns in einem ständigen Veränderungsprozess während des miteinander Sprechens befinden; und deshalb scheint es viel mehr Sinn zu machen, davon zu sprechen, was im Moment lebendig ist.

Wie wäre es, wenn wir alle Bewertungen von uns selbst und anderen Menschen nur als Bewertungen innerhalb des (Gesprächs-)Prozesses betrachteten?
Der Dialog sei eine Brücke und versucht, die statische Sprache zu verlassen. Statische Sprache macht Menschen zu leblosen Wesen und Dingen.
Erich Fromm beschreibt das mit der Aussage einer Frau bei einem Doktor: "Ich habe ein Problem". Und Fromm meint, dass Menschen fürher eher gesagt hätten: "Ich bin besorgt." Die heutige Sprache entfremdet. das Es regiert. Das ist die Welt der „funktionalen „Kommunikation, die richtig und falsch, normal und unnormal vorgibt. Diesem Denken ist implizit, dass es eine Autorität gibt, die bestimmt, was richtig und falsch ist.
Die Menschen meinen die Monarchie weitestgehend besiegt zu haben. Das war anfangs vielleicht so. Menschen konnten weitestgehend sich frei bewegen. Doch wie ist es heute? Menschen werden zunehmend in Dominanzstrukturen hineingeboren, die vorgeben wie zu lernen, zu sprechen und zu handeln ist.

Es scheint in meinen Augen gerade bei den vielen öffentlich geführten Diskussionen und Gesprächen, dringend angebracht, sich einer anderen Gesprächsform zu öffnen. Der Dialog versucht den Menschen wieder ins Spiel zu bringen mit all seinen Gefühlen und internen Konstrukten, die ihn verwirren und sorgen.

Ziel des Dialogs ist, absichtsloses Verstehensuchen der Gedanken dahinter. Der Dialog gibt dem Gespräch die Tiefe zurück.

David Bohm versteht den Dialog als Gesprächsform, die im gegenseitigen Aufeinander zugehen, Horizonte eröffnet.

Zuhören lernen

Erst wenn Menschen einander zuhören, vermag eine magisch erscheinende Gruppenintelligenz zu enstehen. Das ermöglicht Unerwartetes. Und mit Unerwartetem umzugehen, ist für viele Menschen eine Herausforderung. Die dialogische Grundbewegung ist eine Hinwendung, formuliert Martin Buber.

Neuaufbau

Das Gehirn beginnt in diesem Prozess des Dialogs ein neues Bild der Wirklichkeit aufzubauen (Danah Zohar). Der Prozess kann bewirken, dass ein neues Muster konstruiert wird. Das bedingt Energie, die Sie dem "System" zuführen müssen. Sie bauen sich physisch neu auf. Sie lassen zirkuläre Erklärungen statt geradlinig-kausaler zu, und statt isolierter Betrachtung werden Relationen betrachtet. Damit bereichern Sie ihre Welt, weil Sie Grenzen der Einzeldisziplinen (ohne sie zu missachten) aufweichen und neue Fragestellungen entwickeln.

Kernfähigkeiten im Dialog

Das liest sich, wie die Empfehlungen aus einem Kommunikationsbuch. Weshalb stehen diese selten am Anfang einer Kommunikationsausbildung? Die BS Akademie legt in allen Seminaren und besonders auch bei den NLP-Ausbildungen auf die folgenden Fähigkeiten. Sie bilden den ethischen Rahmen aller Ausbildungsinhalte.

1. Im Anfängergeist gibt es viele Möglichkeiten. Im Geist des Experten wenige (Zen-Meister S.Susuki)
2. Respekt im Sinn aktiver Toleranz
3. Offenheit, um sich von den eigenen Überzeugungen lösen zu können
4. Sprich von Herzen!
5. Zuhören
6. Verlangsamen, um zu verstehen
7. Sich von Bewertungen und Schlussfolgerungen befreien
8. Produktiv Plädieren, den Denkprozess verdeutlichen und nicht das Denkprodukt
9. Beobachten spürt die Bedeutung des Gedankens auf
10. Beschränke Dich auf das Wesentliche

Der Dialogprozess

Den Dialogprozess hier im Einzelnen vorzustellen, halte ich für wenig hilfreich. Skifahren lernt man auch nicht, indem man ein Buch über Skifahren liest. Da der Dialog grunsätzlich zwischen mehreren Menschen stattfindet (mindestens inder Dyade), übt es sich auch am Besten in einem Gruppentraining. Im Masterkurs, ist der Dialog ein Baustein. Unabhängig von dieser Ausbildung, bietet die BS Akademie in ihren Führungsrunden Dialog-Seminare an.

Vorbereitung

Um sich in den Dialog einzufinden, eignen sich alle vorher aufgezählten 10 Punkte. Wie wäre es, wenn Sie diese Punkte im Gespräch anwenden? Auch hier gilt es "scheibchenweise" zu beginnen, um sich ganz im Bilde des Augustinus (de beata vita) nicht "zu überfressen". So können Sie sich dem Gespräch in Form eines Dialogs annähern. Die Einstellung sei eine des Lerners und mehr Beobchters, ohne sich unterwürfig zu geben. Hören Sie im Gespräch einfach hin, was passiert, wenn Sie versuchen, ihre Gesprächspartnerin oder den Gesprächspartner zu verstehen.

Einige Blickpunkte:

- Achten Sie auf ihre Art zu hören
- Achten Sie auf Ihre innere Haltung
- Achten Sie auf das, was Sie sagen wollen
- Wo kommt der Impuls für ihren Beitrag her?

Anwendbar?

Der Dialog ist eine Gesprächsform. Menschen brauchen genauso Diskussionen, Debatten, Reden und weitere Formen des Gesprächs. Um aber kollektive Intelligenz zu erreichen, kann dieses Feld besonders der Dialog bereiten.
Er hat sich in einer Vielzahl von Businessanwendungen bewährt. Durch das Erreichen gemeinsamen Verstehens und einem gemeinsamen Bewusstsein erübrigen sich in der Folge oft zahlreiche, heiß geführte Diskussionen. So wirkt der Dialog auch deeskalierend in Konfliktfeldern, weil man versucht zu erkunden, was das Dahinter des gesprochenen Wortes ist. Die Wort-Landkarte ist nicht die Wort-Landkarte des Gebiets.

Dialog bedingt eine Vorbereitung der Teilneherinnen und Teilnehmer, um den Prozess zu verstehen. Der Dialog vermag zu einer besonderen Kommunikationskultur und Firmenkultur führen, die jenseits von Feindbildern und Besiegen liegt. Das zumindest in Teams oder Gruppen zu erreichen, ist ein Anliegen von Wolfgang Schneider.

Die BS Akademie führte diese Runden im Handwerk, in Vertrieben ebenso durch wie auf Leitungsebenen und politischen Feldern. Sprechen Sie Wolfgang Schneider an, wie wo es realistisch ist und wie er sich in ihrem Unternehmen auswirken kann, Veränderungen unterstützt oder die Begegnung von Mitarbeitergruppen und Kunden miteinander respektvoll gestalten kann.

Tel: +49 1755679685
Email: Schneider@bs-akademie.de