Macht der Sprache

Von Sprache geht Macht aus. Sprache vermag Beziehungen zu stören oder zerstören, Sprache kann verführen und Sprache kann Menschen begeistern und verbinden.

Denkhürden überwinden
Es scheint mir, als müssten wir heute eine neue Grammatik lernen.

Sprache hat Zauber und bewegt Menschen.

Es gibt den Zauber der Sprache, aber nur wenige Menschen verstehen es, sich des Zaubers zu bedienen.
Menschen haben sich an die Sprache als eine Selbstverständlichkeit gewöhnt. Sprache zeigt sich den meisten Menschen nur von seiner Oberfläche. Sie folgt oftmals dem Informations-Primat. Der Zauber der Sprache entfaltet sich, wenn Menschen dem Kommunikationsprimat folgen Es ist wie in einem Theater. Der Vorhang geht auf, da steht der Protagonist. Und mit einem gekonnten Wort vermag er die Hörer auf ein Niveau zu heben, wo Sprache nicht erklärt werden muss, sondern sich die ganze Gewalt zeigt, wie Wittgenstein sagt. Es ist einfach da. So fühle ich es. Das geht aber immer nur mit "Ich". Wenn der Protagonist im Alltagstheater etwas sagt, kommt noch etwas anderes mit; und das andere, das da mitkommt, kann er nicht durch Sprache ausdrücken: "Was sich in der Sprache ausdrückt, können wir nicht durch sie ausdrücken." TLP 4.121 Das Berührende im Guten wie im Bösen, wird ausgedrückt, indem ich spreche. Dadurch kommen kommen diese Dinge vor.

Ein anderes Beispiel ist die bekannte Erickson-Methode. Milton Erockson vermochte zwei Sprachen gleichzeitig zu sprechen. Die eine ist die normale. da hat er sich mit dem anderen beschäftigt; wie es ihm geht, wie die Anfahrt war etc.. Die andere Sprache war die, die die Worte akzentuierte, mit Gestik unterstrich oder unterschiedlich betonte. Hier kann man Sätze sagen, von einer Tiefe, Intimität oder Verwerflichkeit, die man in der normalen Sprache hätte nie sagen können.

In diesem "Zwischen-den-Zeilen-lesen" und vervollkommnet durch gramatikalische Spiele, erschließt sich der Zauber und auch die Macht der Sprache: Von Sprache geht Macht aus - im Guten wie im Bösen.

"Ein Wort hat mehr Gewalt als 1000 Maschinengewehre", forumlierte einmal Enzensberger

Führen und Verführen durch Sprache

Die Menschen, die tiefer gestiegen sind, haben die Macht, die in Sprache steckt, gesehen, und einige nutzen sie erfolgreich.
Menschen in leitenden Positionen haben zu überzeugen, Menschen zu bewegen und über Kommunikation Beziehungen aufzubauen. Das setzt eine starke Persönlichkeit voraus. Stark meint, einen Menschen, der reflektiert ist und nicht übertrieben narzisstischen und ausschließlich charismatischen Strebungen folgt. Den negativen Strebungen folgen Populisten, Sektierer und Demagogen oftmals triebgesteuert und manche indem sie die Machtmittel bewusst einsetzen. Diese Machtmittel der Rhetorik haben eine lange Tradition, die wir schon bei Platon, Seneca und in Texten über Sokrates nachlesen können.

Gerhard Roth zeigte in einem "Vier-Ebenen-Modell-der-Persönlichkeit", dass die kognitive-kommunikative Ich relativ eigenständig sich ausdrücken kann. Doch so entkoppelt erlebt sich der Mensch als funktionales Wesen und erfährt sich zunehmen als nicht-zentrierte und nicht-integrierte Persönlichkeit. Der Mensch ist auch ein soziales und emotionales Wesen (Ich-Du als gegenwort bei Martin Buber). Nur wenn alle Ebenen zusammenspielen erlebt sich der Mensch auch als sinnvoll Handelnder. Beschränkt sich ein Mensch nur auf die funktionale Nutzung von Sprache handelt es sich eher um ein ZU-Sprechen. Sinnerfüllend wird Sprache erst, wenn Menschen MIT-einander sprechen. Wenn der ganze Mesnch redet. So laufen auch Ausbildungen ethisch und humanisitisch betrachtet ins Leere. Die Sprache nur als Mittel gelehrt, entleert und wird keine Empathie entfalten.

Missbräuche erkennen

Damit Sie nicht zum Spielball von Menschen werden, die diese Macht ausschließlich egoistisch verwenden, scheint es nützlich die Wirkweisen der Sprache zu lernen: in ihrer Anwendung und ihrer Macht, Gewalt und Aggression. Ein erster Weg ist das Erkennen dieser Mißbräuche.

Die Kraft der Sprache wird für Sie (be-)greifbar und in ihrem beruflichen Alltag wirkungsvoll und bewusst einsetzbar. Zugleich bemerken Sie deren verwerflichen Einsatz und können so entgegenwirken und sich über deren Wirkungen emanzipieren.
In mancher Situation scheint es sinnvoller, Wittgenstein zu folgen: "Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen," TLP 7.

Wolfgang Schneider zeigt nicht nur die Methoden und Techniken, sondern eröffnet Ihnen die Welt einer praktikalblen Kommunikation für den Businessalltag und Beziehungen.
Ignatius von Loyola, Schulz von Thun, Wittgenstein, Heinz von Foerster, Rosenberg, Gadamer, Enzensberger und viele weitere Meister der Sprache geben Ihnen nützliche HInweise zur Verwendung der Sprache. So wird Ihnen die Macht der Sprache und des Wortes zugänglich und im Alltagskontext anwendbar. Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache, heißt ein Buchtitel von Hans-Georg Gadamer.

Sokrates soll gesagt haben, dass Menschen nicht objektiv wissen, sondern nur subjektiv meinen und es seien die Menschen dumm, die subjektiv meinen, dass sie objektiv wüssten.

Ethik

Macht der Sprache ohne Ethik einzubeziehen, greift zu kurz. Die Wirkweise der Sprache bleibt auf die formalen Träger der Kommunikation beschränkt und folgt lediglich einer rein funktionalen Anwendung rhetorischer Muster. Sie handeln wie eine Sprachmaschine oder wie ein Sprachroboter in einem Callcenter. Das mag in manchen Situationen genügen, doch es bleibt auf das Informationsprimat beschränkt. In einen Dialog, der dem Kommunikationsprimat folgt und in eine oszillierende kommunikative Beziehung mündet, kommen Sie nicht. Es ist allenfalls wie ein Echo, das verklingt, nie jedoch ensteht ein gemeinsames Schwingen und eine gemeinsame Resonanz als Bedingung von Empathie.

Diese auf Vernetzung gerichtete Interaktion zwischen Menschen, gewinnt zunehmende Bedeutung in der digitalen Welt. Als Cyber-Humanismus versucht er die Werte mit den neuen Möglichkeiten in einer digitalen Welt zu verknüpfen, um Menschen einen Weg zum kommunikativen Umgang miteinander unter Unsicherheiten und auf den schwankenden Böden der aktiven Interaktion aufzuzeigen. Dieses Menschenbild der Kommunikation verlangt Persönlichkeit, die laufend die eigene Kompetenz erweitert:

1. Kunst des skeptischen Denkens,
2. Kunst des verzweigten Denkens,
3. Kunst des "Remis-Denkens",
4. Kunst des visuellen Denkens,
5. Kunst des sozio-emotionalen Denkens und
6. Kunst des Echtezit-Denkens.

Wer sich hier vertiefen will, dem sei Francois Jullien ebenso empfohlen wie Philosophie für Manager von Rupert Lay oder Niklas Luhmann. Wünschen Sie weitere Anregungen, rufen Sie Wolfgang Schneider an.

Hypnotische und suggestive Sprachmuster, ausschließlich als Schmierseife der Kommunikation verwendet, gaukeln vor, verführen zu können, reichen aber für die heutigen Erfordernisse im Führungsalltag nicht aus. Führungskräfte werden in der Interaktion Mut brauchen und Sie werden risikofreudiger werden müssen. Virginia Satir bezeichnet Menschen mit einer gesunden risikofreudigkeit als lebendiger und kongruenter. Mut brauchen Sie auch, weil Sie die Unterscheidungen und Interaktionen da draußen nicht sehen können. Wir können nicht wissen, was da draußen ist (Dirk Baecker Form und Formen der Kommunikation). Blättern Sie bei Varga von Kibéd nach, der die Vielzahl der nicht vorauszusehenden Beispiele anschaulich mit dem von Gregory Bateson stammenden "Spinat-Essen-Beispiel" illustierert.
Wie Sie sich dennoch orientieren können, sei heute nicht unser Thema. Sie werden jedoch eine andere "Grammatik " der Verhaltensweisen lernen müssen.

Manipulation

Sprache und Macht muss sich diesem Thema stellen. Menschen können nicht nicht manipulieren, fomuliert WS frei nach Watzlawick. Kommunikationsseminare, die angstvoll diese Themen umschiffen, sind kaum alltagstauglich. Um die Macht der Sprache im Guten zu nutzen und im Bösen nicht den Bestrebungen zu erliegen, ist der Mensch als materielles Objekt der Sprache mit einzubeziehen. Das verdeutlicht in aller Kürze der Blog, dass die die Anwendung der Sprache zwischen Menschen immer mit der Persönlichkeit eines Menschen verbunden ist. So steigt und fällt die Kraft der Sprache mit dem Menschen.

Menschen mit einer desorientierten, nicht-zentrierten und nicht-integrierten Persönlichkeit werden leicht zum Spielball. Geschickt genutzt machen soziale Systeme Wirklichkeit. Ist die Wirklichkeitsbeziehung gelockert und die Sprache labilisiert, ist eine Bewusstseinsänderung über Sprache wie von selbst möglich.
Bemerken können Sie die Veränderungen unter anderem in den Verdinglichungen der Sprache im täglichen Gebrauch, auf die Erich Fromm in Haben oder Sein schon früh verweist. Der Dativ der persönlichen Bindung wird abgelöst durch den Akkusativ der sachlichen Beziehung (Rupert Lay). Im Extremfall nimmt die Sprache ihre Kommunikationsfunktion nur noch als Signalfunktion wahr und verkümmert als Bedeutungsträger.

Regeln der verbalen Machtausübung

Zum Ende der Gedanken zur Macht der Sprache, seinen Ihnen ein paar Regeln sprachlicher Machtausübung an die Hand gegeben. Nicht damit, Sie in verwerflicher Weise diese anwenden, sondern für sich entdecken, wenn die Demagogen und Populisten dieser Welt versuchen, Sie in ihren Bann zu ziehen. Dann ist es Ihnen möglich, sich über diese Strebungen zu emanzipieren.

1. Befriedigung eines bestehenden Bedürfnisses

Die Befriedigung eines bestehenden Bedürfnisses wird stets als lustvoll empfunden, sei es das Streben nach Selbstverwirklichung oder Selbstentwicklung.

Sprechen Sie Bedürfnisse an wie:

Physiologische Bedürfnisse (Nahrung, Schlaf, Sex, Eigenre- vier..)
Sicherheitsbedürfnisse (Geborgenheit, Familie, Schutz vor...)
Sozialbedürfnisse (Eingliederung in Primärgruppe, Beziehung, Zuwendung..)
Anerkennungsbedürfnisse (Lob, Anerkennung, Aufstieg in einer sozialen Rolle..)
Selbstbedürfnisse (Selbstachtung, Selbsterfüllung, Selbstverwirklichung) 


2. Kommen Sie bestehenden Einstellungen entgegen


Im Verstehen geschieht die Verschmelzung zweier Welten. Verstanden wird nur das, was die „eigene Frage“ ist. Wollen Sie eine Meinung vorbringen, die vom Gegenüber akzeptiert werden kann, muss diese den Interessen, Kenntnissen, Erwartungen und Einstellungen dessen entsprechen. 


3. Betonen Sie die positiven Seiten des Inhalts


Das ist trivial und dennoch sehr wirkungsvoll. Es gilt die Kunst des Verschweigens der negativen Seiten zu üben. Ein weiterer Gesichtspunkt ist, positiv besetzte Wörter zu verwenden, die angenehme Gefühle erwecken. 


4. Sprechen Sie das Wir-Gefühl an


Hier appellieren Sie an das Solidaritätsgefühl, Freundschaft und Liebe, die gemeinsame Abteilung, gemeinsame Zweckorientierungen... 


Diese vier Punkte sind nicht abschließend. Auch die vorherigen Facetten können nicht den Inhalt eines 2-tägigen Seminars darstellen. Sie sollen Sie aber anregen, tiefer einzusteigen und die wundervolle Faszination und die Möglichkeiten, die Menschen Sprache innerhalb der Kommunikation ermöglicht.

Vertrauen

Stimmige Kommunikation ermöglicht Vertrauens-Vermittlung und erhöht die Ambiguitätstoleranz, die Resonanzfähigkeit, die Relevanzerzeugung und soziales Feedback. All das sind heutige Führungskompetenzen, die helfen, Informationen einzuordnen und situationsabhängige Entscheidungen treffen zu können. Ohne diese Vertrauenskompetenz werden Sie nicht überzeugen und nicht die Macht der Sprache situativ und produktiv nutzen können. Sie werden einem Modelldenken verhaftet sein, das in der heutigen Welt, das Scheitern impliziert, weil Siein der Interaktion mit dieser Denkweise nur eine fragile Sicherheit aufzubauen vermögen.

Um die Kommunikation im Unternehmen und nach außen den geänderten Situationen anzupassen, ist die Art und Weise, wie Unternehmen intern kommunizieren und arbeiten, in den meisten Unternehmen im Kern zu verändern, das arbeitskultutrelle Miteinander zu stärken und ein gemeinsamer "Richtungssinn" zu erzeugen.

Das gelingt, wenn Menschen aus einer Overview-Perspektive auf die komplexen Kommunikationsstrukturen blicken können und ein gemeinsames "überschauendes Bewusstein" (Karl Antons) entfalten. Ein mikroskopischer Beraterblick oder eine ausschließlich selbsbezüglich handelnde Führungskraft vermag die Strukturen nicht zu erkennen und kann nicht durch die Wogen der vernetzten Komplexität zwischen Dingen und Mneschen navigieren. Eine Kontextanalyse ist von nöten, mikroskopische Sezierungen in Organisationen kosten geld und bringen wenig (Operationales Spielen, Silke Seemann). Der Kommunikationsprozess hat ein anderer zu sein, um ganz praktisch im Alltag Menschen als Kunden und in Beziehungen nicht nur zu erreichen sondern auch zu berühren (Zum Weiterlesen: Dirk Baecker, Heinz von Foerster, Niklas Luhmann, Reinhard Sprenger, Richard Sennet, Schulz von Thun...)

Ausblick

Kommunikation und Macht der Sprache bedeutet, es mit mehr Möglichkeiten zu tun zu haben, als man bewältigen kann, und es überraschend mit Imprints zu tun bekommen. Wenn Sie lernen wollen, wie der Zauber der Sprache funktioniert, müssen Sie lernen, nicht nur die Betroffenen, sondern darüber hinaus ein Drittes, die Eröffnung von Grenzen von Spielräumen, zu beobachten.

Die Sprache ist ein mächtiges System des Menschen, doch es scheint, als richte es derzeit in vielen Firmen und Beziehungen mehr Schaden an, als den Zauber und die Möglichkeiten zu wecken.

Eröffnen Sie den Dialog und Sie werden die Macht der Sprache spüren. Rufen Sie mich an!

BS Akademie: +49 (0)175-5679685



Stimmen zu Ausbildungen von Kommunikation im beruflichen Kontext:

"Die Kommunikationsausbildung ging tiefer und hat die mir bekannte Welt der Kommunikation, weit geöffnet. WS sprengt Grenzen, fordert, entwickelt und verknüpft die Bausteine mit der individuellen Persönlichkeit. Schwierigkeiten die vorher da waren, lösen sich plötzlich." GS, Mitarbeiter eines Redaktionsteams einer bekannten Tageszeitung.

"Herr Schneider küsst die Worte", internationaler Investor und Buchautor.

"Das Seminar "Die Kommunikation für Führungskräfte im Vertrieb" in Frankfurt, vermittelte nicht lediglich Techniken, um zu überzeugen, sondern zeigte den Umgang mit personalen Grenzen ebenso auf und eröffnete so gänzlich neue Felder." Vertriebsdirektor eines Versicherers.

"Die Möglichkeiten, die funktionale Machtausübung durch Sprache, losgelöst von moralischen Betrachtungen, eröffnet, war mir bis dahin noch nicht so bewusst. Erstaunlich wie Wolfgang Schneider das ganze dennoch in einen ethischen Rahmen einwob." Teilnehmerin des Seminars in Berlin.

"Wir waren zu Beginn skeptisch, ob die Ansätze sich bei unserer Verkaufsmannschaft in konkreten Verkaufszahlen niederschalgen. Wir wurden eines Besseren belehrt. Die Kompetenz der meisten Verkäufer ist gestiegen. Es entwickelte sich eine Commitmentkultur bei den Führungsteams. In zurückgehenden Krankheitstagen bei den Mitarbeitern materialisierte sich das Konzept," Vermarktungsleitung eines bedeutenden Zeitungsverlags