Vom Vorsatz zum Erfolg

Frisch ist das Neue Jahr.
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Vom Dunst zur Klarheit










Fragen

"Wohin soll es 2019 gehen?"
"Was soll in 19 neu werden?",

Weiche und harte Zeit

Manchmal wirkt eine Minute wie eine Stunde und es gibt Stunden, die im Fluge vergehen.
Wie wollen Sie Ihre Ziele erleben?
Mit welcher Lust, Begierde und welchen Gefühlen erstreben Sie die Ziele?

Chronos

Der Zeitgott Chronos gibt uns vor, was wann in unserer Vorstellung sein sollte. Es ist die "harte Zeit". Sie legt genau fest. Sie beschreibt den Ablauf. Eine einfache und bewährte Reduktionsmöglichkeit, um sich zu fokusieren und störende Faktoren auszublenden.
Es ist die Zeit der Uhrwerke. Vor ca. 500 Jahren erfunden, verhalf sie, die Welt berechenbar zu gestalten. Ohne sie hätte die Moderne nicht stattgefunden.
Informationen rasen in Echtzeit um die Welt. schneller als die Lichtgeschwindigkeit geht es nicht mehr.
Alles ist immer und überall und sofort greifbar.
Und dennoch ist die Ordnung der Uhrzeit das "Eins-nach-dem-Anderen" und nicht die Ordnung der Gleichzeitigkeit des Vielen.

Scheint eine neue Moral des Pünktlichkeitsempfindens unsere Zeit zu bestimmen?
Wir rufen bei einem vereinbarten Termin von unterwegs an, teilen mit, dass wir uns verspäten und haben ein Gefühl der Befreiung von Zeit.
Doch Chronos weist uns dennoch darauf hin: Ich bleibe unpünktlich!

Kairos

Auf der anderen Seite steht der Gott Kairos. Er legt uns nahe, die Gunst der Stunde zu nutzen: Der Zeitpunkt könnte eine Sternstunde sein, wie es Stefan Zweig formulierte.

Was nützte es, wenn Sie an einem bestimmten Tag etwas planten und die notwendigen Voraussetzungen gerade an diesem Tag nicht gegeben wären?
Was geschähe, wenn sich die Gelegenheit schon früher ergäbe, sollte ich die Gelegenheit dann nicht "beim Schopfe" packen?

Es erinnert mich an eine Betrachtung von Francois Jullien und des Generals Sun Tsu, wir sollten uns bereit machen, dass wir zu der gegebenen Stunde vorbereitet sind. Dann werde uns das Angestrebte zufallen. Es ist wie das Siegelwachs, man macht es warm, damit der Eindruck erfolgen kann.
In einer Welt der vielen Variablen könnte das eine Herangehensweise sein, sich dem Ziel zu nähern. Was am Tag X wirklich ist und wie sich die Beteiligten fühlen oder wirklich verhalten, weiß man nicht. 10 hoch 970 Millionen Verhaltensmöglichkeiten ergäben sich bei vier Eingabe- und Ausgabewerten in einem Experiment: "transcomputional", nannte das Ergebnis Heinz von Foerster 1988. Wenn ich keine Prognose wagen kann, dann solten wir uns eher "durchwursteln", meinte Karl Popper).

Pause

Menschen schaffen Schutzgebiete für Fledermäuse, Feuchtbiotope und allerlei anderes Getier. Weshalb schaffen Menschen nicht Schutzgebiete für natürliche, organische und menschengemachte Zeitformen?
Wo bleibt die Muse, die für Kreativität in Kunst und Leben so bedeutend erscheint?
Wo bleibt das "Abhängen" in Straßencafés, das Trödeln und Dahinschlendern?

Ob Chronos oder Kairos scheint nicht die Frage. Es geht nicht um Gegenpole. Es zeigt, dass in einer Planung auch zu erwägen ist, wann es sinnvoll ist, langsamer zu werden, eine Pause zu machen, das Ziel zu verä#ndern, den Weg dahin zu hinterfragen oder wann eine klare Richtungsvorgabe sinnvoll erscheint.

Wir müssen eine Kultur der Zeitvielfalt entwickeln. Wir müssen hindurch und uns mit dem Thema auseinandersetzen. Wir müssen durch den "Zeitbrei", so wie es das Grimms Märchen vom "süssen Brei" nahelegt. Nachdem wir hunderte von Jahren sagten: Zeittöpfchen koche, sollten wir uns an das Kind im Märchen erinnern, das wusste zu sagen: "Zeittöpfchen steh" und es hörte der Brei auf zu kochen. Wer wieder in die Stadt wollte, musst sich nun aber durchbeißen.

"Denn Zeit ist Leben. Und Leben wohnt im Herzen", formulierte Michael Ende in Momo.

Denken Sie halsabwärts und verbinden Sie Ihre Ziele mit Herz, Lust und Begehren. Erotisieren Sie Ihr Ziel, damit es Sie anmacht und nicht mehr loslässt. Doch vergessen Sie bei aller Begehrlichkeit die Pause nicht, sonst könnten Sie im Schnell-Schnell, Coffee to go und Hasten vergessen: Zeittöpfchen steh!

Zeitkonzept von Woodsmall und Tad James

Die beiden entwickelten ein Zeitkonzept, dass in Form einer Lebenslinie die Zeit aufreihte. Sie führt über die Verganenheit zur Gegenwart und schließlich in die Zukunft. es folgt dem Chronos-Gott. Ich ergänzte das System um das Bild einer Landschaft, die den Blick in viele Richtungen öffnet und aufzeigt, wo die Oasen sind, die Aussichtsplätze, um wie einem Kundschafter auf der Reise in die nahe und ferne Zukunft, den Blick freizugeben, wo der geeignete Weg sich zeigt.

Oftmals zeigt der Blick in die Zukunft, wo der Weg dahin zu erfolgen hat, um die Ressourcen zu schonen und sich Sackgassen zu ersparen.

Wo sind Ihre Oasen auf dem Weg in die Zukunft?
wann ist es Zeit, einmal einen Gang zurückzuschalten?

Wurzeln

Ohne Wurzel wächst kein Kraut und kein Baum. Diese Wurzeln geben dem Baum Halt und ziehen die Nährstoffe an.
Beim Menschen können Nährstoffe Tradition, erinnerte erfolgreiche Handlungen, Werteinstellungen, Gewohnheiten, Vorlieben usw. sein. Diese Nährstoffe bestimmen Wachstum, Blüte und die Frucht.

Tradition bedeutet mehr als sich eine "Tracht anzuziehen und zu jodeln". Traditionsbewusstsein erinnert eher an das zunehmende Bewusstsein gerade bei jungen Menschen, Heutiges mit dem Überlieferten zu verschmelzen, Überlappungen und Transformationen zuzulassen. Karl Popper formulierte: um nach vorne zu sehen, sollte der Mensch doppelt so weit zurückblicken.

Die Kraft kam durch Rückbesinngung und Rückblick auf bewährte Strukturen und Denk- und Verhaltensweisen der Vergangeheit. Sie zu transformieren und als unterstützende, neue Kraft zu nutzen, soll in die Planung einfließen.

Wie könnten Sie dieses Wissen in Bezug auf Ihre Vorsätze und Ziele nutzen?

Stimmigkeit

Hilft Ihre Planung, Orientierung zu finden?
Ermöglicht Ihre Planung, Übersicht in verschiedenen Lebenssituationen zu behalten?
Welches Zeitkonzept erscheint wann günstig?
Wie gehen Sie mit auftretenden Schwierigkeiten um und welche Alternativen ergäben sich?
Ist Ihr Vorsatz und Ziel stimmig zu Ihren Leben, zu Ihrer Persönlichkeit, Ihren Beziehungen und Haltungen?

Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen. Man kann Zukunft gestalten, formulierte Saint-Exupéry.
Sie gestalten die Zukunft in der Gegenwart: Jetzt!