Digital Natives und Generation Y

Digital Natives Könige auf dem Arbeitsmarkt? Was bedeutet das für Unternehmen und die Führungskräfte?

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Wo ist der Freiraum?

Digital Natives und Gen Yer

Die Generation Y bezeichnet Menschen, die nach 1980 geboren sind und die Digital Nativ meint die ab 1990 geborenen. Die jungen Menschen weisen Unterschiede zu den früheren Generationen auf.
Hypothese: Stellen Unternehmen ihre Kommunikation nicht auf die neuen Anforderungen ab und schaffen es, Brücken zwischen den Älteren (meint 35 Plus) und jüngeren Bewerbern und Mitarbeitwern zu bauen, werden sich Spannungen im sozialen Gefüge der Unternehmung aufbauen.

Voll digital

Yer und Digital Natives wuchsen überwiegend digital auf. Schwarze Wählscheibentelefone halten sie für einen Designerwitz. Sie agieren in schnelllebigen Welten, wo laufend neue Geräte und im 3-Monatsrhythmus, neue Software zu bedienen ist. Sie leben ein digitales Leben in einem digitalen Raum. Der Zugriff auf Informationen und Kommunikation im Netz ist wie die Luft zum Atmen. Zwar bedienen die Digital Natives sicher die Anforderungen des digitalen Martkes, doch zeigen sich Defizite im sozialen Verhalten, strukturellem Denken und Handlungskompetenz. Dabei wird Handlungskompetenz verwechselt mit Geschwindigkeit.
Das scheint nicht verwunderlich, weil der Mensch eben keine digitale Maschine oder ein Ding ist.

Experimentierfreudig

Yer sind optimistisch, offen, spontan und experimentierfreudig. Paradoxien und Multikulti schockt sie scheinbar nicht. Was von älteren Mitarbeitern oft als unlogisch (nicht deterministisch bestimmt) empfunden und oft als unzuverlässig interpretiert wird, sind aus Sicht der Digital Natives nur sich schnell und unverbindlich laufend neu bildende Strukturen. Das bedeutet sich einfach schnell neu zu orientieren. Mit reflektiertem Wählen und Entscheiden hat das nichts zu tun.
Loyalität und Marken/-Firmentreue weicht einem eher opportunistischen Selbstbewusstsein.
Führungskräfte sind gefordert, denn hierarchische Führungsstrukturen werden nicht uneingeschränkt akzeptiert. Das trifft besonders auch Institutionen oder institutionalisierte Unternehmensstrukturen der freien Wirtschaft, die an rechtliche Vorgaben gebunden sind.
Bisherige institutionell organisierte Unternehmen sind gefordert, neue Strukturen aufzubauen, die den zukünftigen und gegenwärtigen Strömungen gerecht werden. Ein Schild aufzustellen, auf dem steht: "Achtung rutschig!", reicht nicht mehr aus. Die Digital Natives sind flexibel und werden sich ein Unternehmen suchen, das ihrem Wwesen entspricht.

Freiheit

Yer scheinen viel unabhängiger von Gemeinschaft. Sie brauchen diese nicht mehr zum Überleben. Nur solange ihre Wertvorstellungen berührt werden, fühlen sie sich wohl und bleiben. Sie streben nach dem "Mehr-Als" und sind Leistungsorientiert, doch nicht um jeden Preis. Das Streben der Jungen ist ein anderes Streben nach einem Mehr.

Flexibiltiät

Schnelle Entscheidungstsurkturen fordern schon die 30 plus heraus. Viele Yer vertrauen auf autopoetische Prozesse und Strukturen. Starres und Rasterhaftes lehnen die Yer ab. Gen Yer arbeiten spontan und gerne in flachen Hierarchien. Eine neue und große Herausforderung für ältere Führungskräfte, die sich umstellen müssen, indem man zum Beispiel die Schnittmenge und gegenseitige Befruchtung in Seminaren aufzeigt.
Die BS Akademie stärkt die Menschen durch spezielle Seminare und trainiert Führungskräfte in der Anwendung diplomatischer Lösungsstrukturen.
Intergrative Kommunikation, von Wolfgang Schneider entwickelt, umfasst verschiedene Methoden. Dabei kann es nicht nur um Techniken gehen, sondern um Modelle, die Bewusstheit schaffen, Erkenntnis und eine wertschätzende Interaktion innerhalb und außerhalb der Firma ermöglichen.

Opportunismus

Herkömmliche Führungskonzepte greifen hier nicht. Fühlen die Jungen sich ungerecht behandelt, wenden sie sich schneller ab. Die Kehrseite ist Opportunismus. Yer fühlt sich frei. Verbindlichkeit wird ersetzt durch Selbstbestimmung, Leistung und Ehrgeiz. Unternehmen, die ihre Führungsstrukturen nicht umstellen, werden uninteressant. Die Jungen führen ein Leben, das in der Schwebe ist, das wie ein virtuellen Raum ist. Doch der Mensch braucht gerade deshalb Halt und einen festen Boden. Dieser Halt folgt aus dem Grund für das Handeln. Dieser ist aber nicht im virtuellen Raum zu finden.
Deshalb zielen die Ausbildungen der BS Akademie immer auf eine Verbindung zum Innen des Menschen. So bildet sich ein Netzwerk und ein lebendig interagierender Organismus, der nicht mit dem Abschalten des Computers beendet ist.

Werte

Offenheit, Ehrlichkeit, Transparenz und Spaß sind einige wichtige Kriterien für die Digital Natives. Weshalb ist das bei vielen Institutionen und Unternehmen noch nicht angekommen, obwohl Sympathieumfragen diese eines Besseren belehren müssten?

Das Wertemanagement gewinnt neue Dimensionen, neue und schlanke Werte stehen für die Digital Natives im Mittelpunkt. Yer schauen auf sich und die Gesundheit. Die BS Akademie trainiert erfolgreich sehr leistungsorientierte Branchen (z.B: Vertriebe von Verlagshäusern)seit Jahren. Das hat Auswirkung auf die Kommunikationskulturen, Teamarbeit, Kommunikationsweise und Leistung. Coaching als Führungsstil, integrative Kommunikation, systemische Führungsstrukturen und NLP für Business, sind seit Jahren Dauerbrenner der BS Akademie in der Sommerakademie.

Wolken am Himmel

Wolfgang Schneider sieht aber auch die Wolken am "Wertehimmel".
Soziales Verhalten ist weniger ausgeprägt. Handlungskompetenz, dialektische Fähigkeiten nehmen ab. Kommunikation wie zum Beispiel NLP werden als Fast-Food gelehrt. Das kommt gut an und in Massenkursen erfahren Sie scheinbar wie man sich und andere manipuliert. Das bringt kurzfristig Erfolg durch kommunikative Techniken. Doch wie steht es mit den sozialen und mentalen Kompetenzen? Wie entfaltet der Mensch die inneren oder sozialen Ebenen?

Viele Personalleiter sind von der digitalen Komplexität gefangen und sind von den Fertigkeiten der heute 18 bis 25-Jährigen fasziniert, ja geblendet. Die Jungen predigen, dass das Internet eine Gesellschaftsrevolution angestoßen hat. Das ist sicher zum Teil richtig und immer falsch.
Die Medienkompetenz verkümmert zu einer Klick- und ausschließlichen Bedienkompetenz. Wie sieht ein Mensch aus, der nur im virtuellen Netz lebt? Wie steht es um dessen Abhängigkeiten?

Das wachsende Selbstbewusstsein basiert nicht auf innerer Reflektiertheit, sondern sind oft nur antrainierte Fähigkeiten des "Ich-Marketings" (JIM-Studie 2014). Kulturen umfassen bilden sich nicht, indem der Mensch schnell ein Trainingsprogramms besucht, durch einen Wochenendbesuch im Kloster seine Ruhe zu finden sucht oder unreflektiert Techniken abspult, wie es manche NLP-Lehrer propagieren oder Dale Carnegie in seinem Buch vermittelte: "Wie man Freunde gewinnt".

Menschen, die digitale Medien einseitig reflektieren, übersehen, was te Wildt damit meint, dass digitale Welten achtsam zu gestalten sind. Das beinhaltet einmal mehr den Menschen davor zu behüten, Sklave der Smartphones und Tablets zu werden (Digital Junkies, Bert te Wildt)

Slow-Food

Integrative Kommunikation will den Digital Natives ermöglichen, die menschlichen Ebenen zu verbinden. Herz und Wärme in der Begegnung soll in einem weitgehend digitalen Alltag und einer virtuellen Welt nicht verloren gehen. Der Gewinn kann für Unternehmen sein, dass Sie eine Kultur schaffen, die Commitment ermöglicht und die Freiräume des Denkens ermöglicht Denn nur wer sich Ruheräume (Denkräume) schafft, wird nicht von dem Hurrican der Möglichkeiten erfasst und durchgewirbelt (Thomas L. Friedmann).

Soziale Netzwerke und die digitale Welt 4.0 sind eine große Chance, sofern man mit ihnen umzugehen vermag und sich darin zu bewegen versteht. Die ICILS-Studie belegt für die Jüngeren eher das Gegenteil.

Den Digital Natives weht ein Myhtos um die Nase. Viele übersehen, dass der Mensch etwas ganz besonderes ist. Doppler und Lauterburg schreiben in ihrem Buch ´Changemanagement`, dass die soziale Kompetenz und Persönlichkeit, Führungskräfte auszeichnen. Auch Ihnen fliegt nichts zu. Das Denken verlernt, wer durch schnelle Schüsse, flapsige Talk-Master-Sprüche oder Sleight of Mouth meint, Schritt halten zu können. In einer Vorlesung formulierte Professor Wieland treffend: Das, was in schwierigen Interaktionen zusammenhält, sind die inneren Werte und gemeinsamen Tugenden. Das bedarf eines Zeitraums und einer geeigneten Umgebung, damit die Saat wachsen kann.

Die Herausforderung

Unternehmen, die diese Strukturen nicht berücksichtigen und nur auf kurzfristige Trainingskonzepte schulen, bilden Führungskräfte und Menschen aus, die schon heute nicht mehr gebraucht werden.
Die Unternehmen brauchen in der Rekrutierung und Führung der jungen Menschen, weiterführende Ansätze, die die Anliegen der heutigen jungen Menschen in bestehende Strukturen integrieren und implementieren. Es fordert von den Leitenden mehr, um die Menschen durch die digitalen Erfordernisse und Vorteile zu navigieren und nicht vom Strudel erfasst zu werden. Viele der heutigen Führungskräfte werden neue Bereiche erkennen und andere Führungstsile entfalten müssen. Dynamische Zielvereinbarung und laufende Richtungskontrollen werden erforderlich. Feedbackstrukturen gewinnen Bedeutung. Fortbildungen und Personalentwicklung sind anders zu konzeptionieren.

Integrative Kommunikationstrainings, Organisationsmodelle und personale und soziale Kompetenzen sind zu entwickeln, um in der digitalen Welt kraftspendende Oasen und Work-Life-Balance zu ermöglichen und der Navigator zu bleiben.

Die BS Akademie ermöglicht, dass Menschen die kommenden Herausforderungen meistern können. Unternehmen und die Menschen sollten sich variablen Kommunikationskonzepten öffnen.

Rufen Sie Wolfgang Schneider an und sprechen Sie über Kommunikation und Lebenswissen, die erforderlich sind, um den Erfordernissen der Gen Yer und Industry 4.0 gerecht zu werden und erfolgreich in der digitalen Welt zu agieren.