Trainings der Zukunft

Neue Trainingsdesigns sind gewöhnlich, neues Denken ist selten

Führungsseminar Kommunikation
Im Kreislauf der Erneuerung

Trainings heute und zukünftig

Das Gegenmodell zum klassischen erkenntnis-theoretischen und kognitiven Ansatz von Trainings folgt nicht einer hierarchischen Trainings-infrastruktur, sondern stellt Lernplattformen zur Verfügung. Diese wirken wie offene Labore, die Möglichkeiten ergründen und zuvorderst der Erwirtschaftung von Profiten folgen.

Um zur Wirksamkeit zu gelangen, bedarf es deshalb mehr denn je der Impulse, die "von innen" kommen - und zu einem zukunftsweisenden Mindset führen, das ermöglicht lebenslang zu lernen.

Was könnte es sein, das dem hülfe, was von alleine kommt?
Wie können Sie TeilnehmerInnen "den Stoff" erfühlen und erleben lassen?
Ab wann verkommt das Erlebnislernen zu einem reinen Spassevent?

Kernpunkte sind:

- resilient bis antifragil
- adaptiv bis variabel

Resilienz ist etwas anderes als Robustheit. Starre Trainings und Lehren von Reglements vermitteln eine nur vordergründige Sicherheit, aber sie sind nicht beweglich und damit fragil (Näheres Taleb: Antifragilität). Resilient sind Trainings und Trainingskonzepte, die sich im Wandel und geänderten Situationen variabel neu organisieren lassen. Erinnern Sie die Blickwinkel, die Senge schon in den 90igern zur lernenden Organisation am MIT formulierte. Gerade werden Sie in Managementschools wieder neu diskutiert. Diese Systeme passen sich nicht nur an, sondern sie verändern sich auch von selbst (selbstlernend, autopoetisch) und werden dadurch stärker (siehe z.B: lernende Roboter oder auch die frühen Experimente von Heinz von Foerster an seinem Insitut).

Antifragil ist ein Training aufgebaut, wenn es Fehler, Störungen und Widerstände, Erschütterungen und Angriffe in seiner Kultur begrüßt, als Anstoß zur Innovation und Evolution im Training. Solche Trainings sind zeitgemäß und nachhaltig, weil sie die Ungewissheit mit einbeziehen (Re-Entry).

Halt gibt:

+ Schützen und ausbauen, was gut funktioniert und stärkt
+ abbauen und weglassen, was behindert und schwächt
+ Räume für Exploration schaffen: für das smarte Lernen, Ausprobieren, Experimente.

Bei allen diesen Phänomenen, ist eine Orientierung wesentlich, die von einer klaren Grundhaltung, einem Menschenbild und Charakter getragen wird.

Haben Sie den Mut und genügend Unangepasstheit, um Ihre TeilnehmerInnen auf eine nicht klassische Agenda zu führen?
Was sind nachhaltige Lerneffekte?
Wie stehen Sie zu Selbststeuerung durch die TeilnehmerInnen?
Was ist, wenn Sie die Definitionen der Teilschritte die TeilnehmerInnen machen lassen?
Wie sehen Sie hybrides Lernen?
Wie heben Sie die Bausteine des Lernens in eine dritte Dimension?
Wie machen Sie komplexe Wissensgegenstände be-greifbar und erlebbar?
Was sind die Trigger und Driver in Ihrer Agenda für den Arbeitsalltag der TeilnehmerInnen?
....

Alles Ausschnitte, die in die Lehr- und Lernstrategie eine modernen Trainers, einer modernen Trainerin überführt werden müssen und zu konkreten Maßnahmen im Unternehmen führen sollen. Dabei sind Quick Wins ebenso einzubeziehen wie der visonäre Zeithorizont.

Trainerpersönlichkeit

Das bedingt eine ganz andere Trainerpersönlichkeit und Trainerkompetenz. Kognitive Kompetenzen stehen neben motorischen, sozialen, emotionalen Fähigkeiten. Der Trainer ist ein Echtzeit-Denker, der humanistische Ideale wie das kritische Denken vereint mit den sozioemotionalen Intelligenz in kommunikativen Kontexten und ein Feingespür im Umgang mit den Teilenehmenden und jeweiligen Situationen zeigt.

Der Trainer ist Wissens-Navigator: er ist emanzipiert über die Quellen der Ressource Wissen, um konstruktiv mit diesem neuen Überschusssinn umzugehen und das Wissen bereit zu stellen, das die jeweilige Situation erfordert.

Der Trainer ist Multi-Logiker, wissend, dass logisches, lineares Denken zur Entscheidungsfindung nur eingeschränkt nützt. Er pflegt einen offenen, intuitiven Denkstil, um in verschiedene Richutngen zu denken.

Der Trainer ist Vertrauens-Vermittler und weiß, dass Vertrauen in schnellen Zeiten jeweils neu ausgehandelt werden muss. Er ist Experte für diese situative Vertrauensproduktion.

Der Trainer Ist Kybern-Ethiker. Als Kybern-Ethiker weiß er um die Dynamik, die Systeme antreibt und einem permanenten Wandel unterwirft. Nur ein Experte im Umgang mit Komplexität erfasst auch den Sinn fürs Ganze und ihre Verknüpfungen und weiß um den Kern: Es geht immer um den Menschen.

Erweiternde Ansätze

Wie oben beschrieben, taugen herkömmliche Ansätze nicht mehr uneingeschränkt für die Vermittlung komplexer Inhalte. Neue Denkansätze und Werkzeuge werden gebraucht und sind von den Trainern und Lehrenden gleichermaßen und fortwährend zu üben.

Bei aller Euphorie und Spaß in den Fortbildungsworkshops, wo verschiedene Methoden des Lernens vermittelt werden, sind die Methoden und Modelle auch zu hinterfragen, um die Muster und Möglichkeiten auszuspähen, zu erfühlen und zu erschließen, die im Alltag Effizienz zeigen. Ein mentaler Reboot, führt aus der festen Struktur hin zu weiteren offenen Mindsets.


Die integrierte, zentrierte und orientierte Persönlichkeit der Trainerin und des Trainers bilden immer noch die Basis. Denn der Mensch ist der materielle Träger formeller Methoden und Modelle.
Die Methoden muss der TrainerIn immer wieder üben und in der Unternehmenspraxis öfter selbst eingesetzt haben. Nur so wird er smartes Lernen als Trainer anderen überzeugend vermitteln bzw. selbst in Firmen leiten können.

Persönlicher Erfolg geschieht im beruflichen und privaten Alltag. Nur dort erreichen Sie bleibende Verhaltens- oder Einstellungsänderungen. Deshalb ist jede Ausbildung auf ihren persönlichen Lebens- und Berufsalltag ausgerichtet, in dem der Lernende seine Erwartungen umsetzt.


Kontakt: BS Akademie; Wolfgang Schneider