Götterdämmerung oder Weltuntergang

Botschft des Frühlings, Hoffnung

sanguido
Götterdämmerung oder Weltuntergang











Für wen?

Menschen, die weiter gehen
Unternehmen, die auch Disruptionen handeln
Perspektiven und Pläne in schwerigen Zeiten entwickeln
Menschen der Zukunft

Warum?

Jedem klugen Handeln sollte ein Erkenntisprozess vorausgehen
apokalyptische Disruptionen
Möglichkeitenraum
Viele Informationen, wenig Wissen
Probleme im Kontext erweitern
Resilienz
Achtsamkeit


Was?

Was wären vorausschauende Strategieansätze und Methoden?
Methoden anschlussfähig gedacht, öffnen Möglichkeitenräume
Organisationales und interpersonales Spielen beherrschen
Krisen antizipieren
Neustart
Emotion
Persönlichkeit

Wie?

Der kurze Blog ersetzt kein Unternehmer-Forum und kein Seminar.
Der Blog soll Sie als Unternehmen und Mensch anstoßen, andere Richtung zu denken
Zukunftsmanagement bedeutet Stabilisierung, Krisenprävention, Emotionale Inteeligenzund soziale Kompetenz.

Der Unterschied, der den Unterschied ausmacht

Zukunftsorientierte und heute erfolgreiche Menschen nehmen wahr, was in Zukunft entscheidend sein kann. Sie sehen den Kontext. Sie haben einen seismologischen Sinn der Krisenfrüherkennung und verfügen über ein System, das Energien und Strategien liefert, weil Szenarien die Problemfelder schon antizipiert wurden: Future Scanning.

Es ist ein Denken, im Sinn von einem `Denken auf Vorrat`, indem über Methoden der Zukunftsprojektionen auf Basis bekannter Erfahrungen und Erkenntnisse, Pläne zur Bewältigung gefunden werden. Diese Methoden bewirken, dass Wege der Bewältigung bereits beim Eintritt der Probleme bereit stehen. Es handelt sich nicht um genaue Prognosen. Es geht nicht um Wahrheit. Es ist ein Spiel mit Wahrscheinlichkeiten. Es gilt einen Sinn zu trainieren, was sein könnte.

Methoden müssen anschlußfähig und als virtueller Werkzeugkasten gedacht werden, um Lösungsräume zu eröffnen. Damit können valide Szenarien erarbeitet und beschrieben werden. Die Methoden sind wie eine Meta-Methode, die auf unvorhergesehene Lagen hinweist. Das reicht weiter als polarisierende Risk-Management-Betrachtungen von "Worst-Case" und "Best Case".

Die Überlegungen ähneln biologischem Geschehen, die Schritte an evolutionären Bildern und Prozessen orientieren und sozusagen von der Zukunft auf die Gegenwart zurückweisen. So wird die Wirkung zur Ursache. Die Betrachtungen helfen uns Zusammenhänge wahrzunehmen, zu betrachten und Gegensätzliches und Paradoxes in die Zielsysteme einzuweben.

Dabei meint erfolgreich nicht ausschließlich Wachstum und das wirtschaftliche und soziale Leistungsprimat, sondern geht davon aus, dass ohne Lebenswissen und Weisheit, alle Parameter des Erfolgs versagen.

Diktum versus Haltung

Können Sie oder das Unternehmen sich von altem Denken lösen?
Sind Sie oder Ihr Unternehmen noch in institutionellen Denkmustern verfangen?
Setzen Sie ausschließlich auf Produktverbesserung, Wachstum und Container-Denken?
Sind Sie und die Unternehmung bereit für emotionales Feedback?
Denken Sie in sozialen Wirkungen und wertebasierter Lebensqualität?
Kennen Sie Ihre Identität und die des Unternehmens?

Bei den Gedanken geht es nicht um Wahrheiten. Die Ansätze setzen Menschen voraus, die neu denken wollen, mit Spannungen und Widersprüchlichkeiten umgehen können und gerne unbekannte Spielfeldern bespielen. Noch fehlen ausreichend geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Unternehmen, weil man in alten und doch so bewährten Haltungen eingefroren ist. Versuchen Sie Ihren Standort auf der "Liegenden Acht" (Lacy Eight) auszumachen. Oder arebeiten Sie noch mit herkömmlichen Entwicklungskurven?

Die Ebene der Haltungen betrifft unsere Lebenseinstellung, unsere Grundhaltung dem Leben gegenüber (Grundhaltungen im Entwicklungsmodell von E. Ericsson). Haltungen bestimmen uns umfassend und tiefer als Überzeugungen. Sie durchdringen alles, was wir tun, denken, fühlen und erfahren. Sie drücken im tiefsten aus, was jemand im Leben geworden ist. Sie sind die Grundfarbe unseres Charakters und bestimmen Stil und Weise unserer Lebensäußerungen. Haltungen lassen sich nur sehr schwer verändern. Einschneidende und lebensbedrohliche Situationen können allerdings plötliche Änderungen bewirken oder dem Menschen abnötigen. Was dabei passiert ist, dass kein Stein auf dem anderen bleibt. Das Bauwerk wird neu gestaltet. Manche bauen allerdings alles wieder so wie gewohnt auf und haben keinen Lerneffekt. Ihnen ist der Schmerz und das Leid als Grundbrennstoff einer wirklichen Veränderung nicht bekannt.

Verfügen Sie und Ihr Unternehmen über Strategien und Erkenntnisse, um potenzielle zukünftige und laufende Krisen in ihrer Umfänglichkeit wirklich zu erfassen?
Sagen Ihnen Theorie U, Lacy Eight, Impact Analyse, Perception Driven Trainings etwas?

Ziel ist, sich zu re-kalibrieren, um auch die unbewussten Prozesse zu aktivieren und als Beratungsinstanz in die individuellen Verhaltens- und Entwicklungsmöglichkeiten mit einzubeziehen. Es geht darum echte Erkenntnisse zu suchen und sich selbst weitere (neue) Möglichkeiten zu eröffnen. Das geht nicht immer über schnelle Outputs. Darin irren manche Veränderungstrainer oder unseriöse Berater.

Im heutigen Zeitalter mit Schlagwörtern wie, Achtsamkeit, Mitgefühl, „Next Economy“, Resilienz und „Digitaler Erleuchtungen“ mit seinen oftmals allzu optimistischen Einstellungen: „Alles wird gut“ mitzuspielen, ist perspektivisches Hinterfragen der eigenen Grundannahmen, Lösungen für ungewisse Prozesse zu (er-)finden und das Stellen nichttrivialer Fragen unablässig. All diese Punkte führen zur Erkenntnis relevanter Antworten für den eigenen und Entwicklungsprozess.

„Meister, Meister, wie lange brauche ich bis zur Erleuchtung?” „Nun, vielleicht 20 Jahre.”
„Und wenn ich mich wirklich sehr anstrenge?”
„Dann 40 Jahre”.

– Scherz unter Buddhisten , aus Mitgefühl im Alltag und Forschung; Tanja Singer

Probleme

Die Astrologie -Keplers Aberglaube - wurde von ihm selbst in ihren dogmatischen Formen bekämpft: Er war ein selbstkritischer Astrolog. Er lehrte, dass das Schicksal, vorweggenommen in den Sternen, nicht unüberwindlich sei, sondern durch unseren sittlichen Willen überwunden werden kann, schreibt Popper.

Aberglaube ist ein Wort, das wir mit größter Vorsicht verwenden dürfen: mit dem Wissen, wie wenig wir wissen und wie sicher es ist, dass wir selbst, ohne es zu wissen, in verschiedenen Formen des Aberglaubens befangen sind.

Der Weg zu neuen Erkenntnissen über Problemstellungen

Veränderung heisst nicht einfach „Neuerung“, sondern auch Re-Kalibrierung des Denkens und Veränderung im Sinn von „neu machen“. Das gelingt über Sensibilisieren der Wahrnehmung und Bewusstmachung von Problemstellungen.

Die zentralen Fragen sind:

Welche Probleme ergeben sich für Trainings und daraus resultierenden Handlungen auf dem Weg in die Zukunft?
Und was ist erforderlich, um die Probleme sinnvoll lösen zu können?

Was ein Problem ist, ist ausschließlich eine Frage der Perspektive. Das Lenken der Wahrnehmung auf Problemstellungen im Sinne von Aufgaben ist eine Möglichkeit, die Welt zu sehen. Was ein Problem ist, liegt immer im Innen. Probleme wahrzunehmen bedeutet, eine gedankliche Differenz aufzumachen zwischen dem Jetzt (Problem-Haben) und einer gewünschten und möglichen Zukunft, in der die Vision des Unternehmens oder von mir stehen. Die Hindernisse auf dem Weg sind die Probleme, die es zu lösen gilt. Probleme wahrzunehmen bedeutet, die Gegenwart als Potenzialraum zu sehen, in dem die Samen in Form eben dieser Probleme schon keimen.
In Problemstellungen zu denken, bedeutet Handlungsoptionen zu formulieren. Das bedeutet nie, in Problemen zu verharren. Probleme zu formulieren, ist eine produktive Darstellungsform, die Lösungsräume eröffnet und konkrete Ansätze für Veränderungen und Innovationen sichtbar werden lässt.

Wie problemen Sie?

Der Lösungsraum erschließt sich, wenn die Angst vor dem Unbekannten (der Leere, dem Nichts) überwunden wird und auf die Existenz der Lösung vertraut wird. Im Lösungsraum, der groß genug ist, kann ein Refrain des Denkens erfolgen, das schließlich in einer Erkenntnis mündet, der die Leerstellen füllt.

Wahrnehmen

Wollen Sie in Zukunft mitspielen und nicht nur ein Spielball der Disruptionen werden und als Ball von einem zum nächsten Spielfeld geschossen werden oder auch im Aus landen, öffnen Sie sich und versuchen Sie wahrzunehmen, was in unserer Welt läuft und was sich am Horizont abzeichnet. das geschieht durch aktive Interaktion, Diskussion und Dialog.

Eine wirkungsvolle Vorschau gelingt Ihnen, wenn Sie sich dem Anderen öffne können: öffnen- mit einem "Open MInd" und ohne dogmatische Position, die auf richtig oder falsch zielt. Das ist eher eine Frage der Persönlichkeit; sozialer, kommunikativer, und personaler Kompetenz. Schon Johannes von Kreuz empfahl im 16.Jahrhundert, Es loszulassen, wenn man Es haben will.

Vom Baum zum Rhizom

Deleuze und Guattari bieten eine weitere Denkfigur an: Lange bevor das Internet entstand, haben sie eine Grundstruktur bereits als Gedankenkonstrukt formuliert. Sie haben das Bild des Rhizoms entlehnt: Der Begriff stammt aus der Botanik und beschreibt ein wurzelartiges Geflecht, wie es bei Pilzen oder Krautgewächsen vorkommt. Auch Ingwer wächst in dieser Form. Rhizome sind riesige Sprossenachsensysteme, die vor allem unterirdisch und horizontal wachsen - vernetzt, unübersichtlich und komplex. Die Pilze sind zum Beispiel nicht das Zentrum der Pflanze, sondern lediglich ein teil von ihr. Rhizome haben keinen Kern, sie stellen ein hetrerogenes Geflecht aus Verknüpfungen dar, die an beliebiger Stelle abgetrennt werden oder neu wachsen können. (Deleuze und Guatteri, Tausend Plateaus, 1992; Merve Verlag)

Das Gegenteil ist der Baum mit seiner klaren Struktur und streng vordefinierten Struktur: Wurzeln, Stämme, Äste, Blätter. Denken in Bäumen ist wie hierarchisches Denken und ungeeignet Komplexität und Unsicherheiten zu erfassen.

Porbieren Sie sich auf dem Spielfeld nach dem System 'Rhizom' und lassen Sie sich auf dessen unberechenbares und schizophrenes Spiel einmal ein. Es darf auch Spaß machen. Kinder lachen viel, wenn Sie spielen.

Komplexität

Ist Komplexität eine Lösung? Es ist kann eine Lösung sein, weil sie in Systemen auftritt, in denen nicht nur gemanaget und entschieden wird, sondern in denen auch beobachtet wird, wie kommuniziert und gemanaget wird. In komplexen Systemen gehören die Erfolgreichen zu denen, die Entscheidungen unter Unsicherheit treffen, während die Anderen darauf fokussiert sind, was bei diesen Entscheidungen übersehen wird. Was wäre, wenn wir wie die Natur komplexe Sachverhalte mit noch mehr Komplexität zu lösen versuchen?

Wo wäre dann ein agiles Problem und wie oszilliert das Problem in weiteren Feldern (Produkt (Dienstleistung),Verfahren, Organisation,Markt, Gesellschaft, Mensch)?
Wie stehen Sie zu Komplexitätsmanagement.

Persönliches

Mir scheint, dass viele Menschen statt einem offenen Geist, eher den Problemen in Form von Zielbildung und zu früher Fokussiereung hinterher hecheln. Und nicht die in Problemen implizit vorhandenen Lösungen wahrnehmen. Eine reine Technikvermittlung von Methoden, wie sie bei den meisten Entwicklungsmaßnahmen -Wissen statt Können- im Mittelpunkt steht, reicht nicht. Strategische Regeln greifen in komplexen Systemen nicht. Anderes Denken und Resonanzen wahrzunehmen, um die Projekte und Prozesse zu steuern, ist zu üben. Anders Denken reicht auch über SCRUM, Kanban und Design Thinking hinaus, weil die erweiterte Persönlichkeitsaspekte, Weltbiuld und die Haltung miteinbezogen werden. Nur resonanzfähige und wahrnehmungsfähige Menschen (Führungskräfte) entwickeln einen Radar, der Sinn und Werthaftigkeit ebenso mit erfasst.

Dieser Subjektradar macht auf dem Bildschirm die Welt, den Markt, die Vielschichtigkeit, Emotion und Körper sichtbar. So können Menschen einen Sinn für die Zukunft entwickeln und die Innergie erspüren, um mit Unsicherheiten, Paradoxien und unerwarteten zukünftigen Ereignissen umzugehen.
Eine strategische Vorausschau kann zum Beispiel mögliche Leistungsoptionen, Wachstumsbremsen, unerwartete Konflikte ebenso wie gesellschaftliche Veränderungen, Neustarts und noch nicht Gedachtes erfassen. Über ein Re-Entry, wirkt es auf die gegenwärtigen Räume zurück und webt auch Unvorhergesehenes mit ein.


Für Fragen und Anregungen: Wolfgang Schneider: Kontakt BS Akademie









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