"Die Welt des Glücklichen ist eine andere als die des Unglücklichen."

Glücklichsein

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Kleines Leuchten

Ziel der Gedanken

Erwarten Sie nicht Empfehlungen und Regeln nach dem Muster: 'Wie werde ich glücklich'. Dazu brauchen Sie nur einen der mehr als 200.000 Ratgeber bestellen und befolgen. Ich möchte Sie anregen, das Glück in Ihrem persönlichen Lebensschatz zu entdecken.
Ich blättere einfach einen Fächer auf mit persönlichen oder gelesenen Gedanken zu dem Thema "Glück" auf. Die Gedanken sind bunt gewürfelt. Sie vermögen Loops zu öffnen und in verschiedenen Räumen und auf Spielfeldern den Bällen nachzulaufen oder ins Aus zu schießen. Glück als werdendes Glück bedeutet für mich gelingendes und erfülltes Leben.

Kaleidoskop

Wie bei einem Kaleidoskop sollen die bunten Gedanken Ihr Manifest anstoßen und durchrütteln. Sie können beruhigt sein. Wie im Kaleidoskop bilden die Splitter gleich wieder ein neues Muster, das Ihnen wieder Orientierung gibt. Jetzt stellen Sie sich vor, die neue Form wird wieder angestoßen und wird wieder angestoßen und wird wieder angestoßen und wird wieder angestoßen....usw. bis ähnlich einem Systemverhalten die Muster sich von alleine neu bilden und eines äußeren Anstoßes nicht mehr bedürfen...

# Welche Steinchen wirbelt es in Ihrem Lebens-Kaleidoskop durcheinander, wenn Sie unvorhergesehen angerempelt werden?

Sie werden bemerken, dass Sie manche Dinge, Situationen und Menschen manchmal nur mit lockerem Denken, Humor beikommen. Graf Dürckheim formulierte einen Weg zum personalen Glück zu finden: Man müsse zulassen sich einlassen und niederlassen um sich näher zu kommen.

Es scheint schwierig und in manchen Konstellationen dem Menschen unmöglich, glücklich zu sein. Könnte es sein, dass das Unglück dem Glück immanent ist? Ist Glück nur als Gegenwort Glück-Unglück zu erfassen? Ist Unglück nur ein falsches Glück? Das müsste vielen Menschen gefallen, denn viele verwenden ein Gedankenmuster, das Menschen seit der Schulzeit gut geübt haben: Wir suchen immer erst den Fehler. So haben wir auch in guten Zeiten das Gefühl, dass "etwas fehlt" und geben uns dem Aberglauben hin, dass Glück zwangsläufig gleichermaßen die Qual des Glücklichseins verursache.

"Glück und Unglück tragen einander auf dem Rücken", Volksweisheit

Die Logik des Glücks folgt der Psycho-Logik. das ist eine andere Logik als die der Semantik.

Für mich weist all das in eine andere Richtung. Wie Menschen sich fühlen, hängt oft davon ab, welche Beziehungen sie eingehen, auf welchen Spielfeldern Sie spielen. Mögen manche entgegnen, dass das naturgegeben sei, so legt uns die Wissenschaft nahe, dass etwa 50 % der Verhaltensweisen ererbt seien. Weshalb blicken dann so viele Menschen auf einen Nachlaß, der nicht oder nur schwer zu ändern ist? Das bedeutet, dass im Menschen ein Potenzial von 50 % leigt, Neues zu entfalten und entwickeln.

Wenn ein Kind im Gymnasium ein Englischdiktat geschrieben hatte und 8 Fehler machte, ergibt sich nach einem Notenschlüssel aus dem Internet die Note 5 (mangelhaft). 92 Wörter waren richtig geschrieben: falsche Richtigkeit?

# Was bedeutet die Bewertung für die zukünftige Verhaltensweise und die Persönlichkeit des jungen Menschen?
# Wird solch Mensch später eher kreativ spielen oder...?
# Führt das "Passend-Machen" eher zu einem glücklichen Lebensgefühl?

Zum Glücklichsein geboren?

Alle Menschen wollen glücklich sein, schrieb Aristoteles in seiner Nikomachischen Ethik

# Gefällt es Ihnen, wenn Sie Ihre Meinung durch äußere Umstände ändern (müssen)?
# Ist Ihnen ein Heiratsantrag in Form einer Frage, einer Rede oder einem Gespräch lieber?
# Ist es möglich mit einem Menschen ein Gespräch zu führen, wenn der oder die Andere immer Recht hat?
# Kommen Sie sich in Gesprächen öfter einmal klein vor?
# Kennen Sie Aquariumsmenschen, die das Goldfischglas als Ihre natürliche Welt angenommen haben?

Einer meiner spirituellen Lehrer sagte mir, dass die Tür zum Glück nach außen aufgehe. Bei den Betrachtungen des Blogs handelt sich um keine Klausur unter Zeitdruck. Es geht nicht um Leistungsprimate. Sie bekommen keine Noten. Sie können nichts falsch machen. Doch eine Bedingung gaben mir meine Lehrer mit auf meinen Weg: Du musst es tun!

Warum Glück eine Erfolg bedeutet

Glücklich und erfolgreich sind in unserer heutigen Leistungsgesellschaft mit die schönsten Attribute. Da Glück für mich auch mit gelingendem Leben verbunden ist, sollten wir betrachten, wie der Mensch erfolgreich und damit glücklich wird. Gehen wir mit Viktor Frankl davon aus, dass Erfolg das Ergebnis aus Bemühen und Glück ist, dann scheint ein zielgerichtetes Handeln wesentlich zu sein. Zielgerichtet bedeutet für eine Handlung, dass ich das Gefühl habe, ich kann sie erledigen, ich spüre einen Reiz an der Aufgabe und finde diese auch in einem Kontext sinnvoll.

Erfolgreich handeln bedeutet einmal, dass der Zufall abnimmt, je mehr ich mich in Richtung Erfolg = Glück bewege (tue). Allein der Mensch kann die Efolgsortung bewirken. In der zweiten Betrachtung kann der Mensch den Erfolg und das Glück nur anbahnen, indem er in die Zielrichtung geht. Notwendig bewirken kann er den Erfolg nicht (Insuffizienz der Erfolgsrealisierung). Im zweiten Punkt bedarf es der "Gunst der Stunde", damit es "glücken" kann. Die Griechen kannten dafür den Gott Kairos, der die "Gelegenheit zur rechten Zeit am Schopfe packt." Ein spiritueller Mensch nennt das vielleicht Vorsehung oder Gnade.

Glück, im Sinn von Glücklichsein, werden Menschen bei Erfolg nur empfinden, wenn das Bemühen aus der Hand des Menschen voran ging. Wenn jemand den Goldschatz ohne Suchen findet, hat er keinen Erfolg, sondern eben nur Zufall. Menschen kommen nur zum selbstverantworteten Handeln, wenn sie einen Grund zu ihrem Tun erkennen. Damit wird die Gefahr minimiert, dass Menschen vom Erfolg besessen werden. Der glücksvolle Erfolg geschieht als Folge des Grundes.

Pessimistisch oder optimistisch

Wir handeln von einem glücklichen Leben und Lebensfreude. Leipniz bedauerte, dass bei Erwachsenen die Bereitschaft Neues zu entdecken, abstumpft.
Leibniz wollte "das in Menschen schlummernde Kind wecken". In jedem Menschen sei eine andere Persönlichkeit, so vielfältig wie ein Garten voller Pflanzen, ein See voller Fische. Er glaubt an die Freiheit, weil er über die Gegenwart in eine unendliche Zukunft sah. Sein Held, Harlekin, war vielseitig, schlau, immer auf der Suche. Leibniz sah auch die Tiefen eines Zuviel des Optimismus, der in Übertreibungen und Dekadenz verfällt. Optimismus ist eine Haltung, die zugibt, dass das Auge weiter sieht, als die Arme greifen können. So gibt es für ihn immer noch einen Hoffnungsschimmer. Ein Leben ohne Hoffnung ist für Leipniz nicht vorstellbar.
Optimismus sei, schreibt Zeldin, das Bewusstsein, dass es außer Bosheit und Dummheit noch etwas anderes gibt. Pessimismus sei Resignation, das menschliche Unvermögen, einen Ausweg zu finden.

Das ewige Auf und Ab von Optimismus und Pessimismus ist durch Menschen geprägt, deren Weltbild eher von der Nabelschau als vom Mut neuer Abenteuer geprägt wird. Diese Menschen führen ein Leben in der Nacht. Das Glück ist im Sinn von Louis-Ferdinand Céline wirklich eine Reise ans Ende der Nacht.
Optimisten zeichnet ein kritischer Intellekt aus. Optimistische Menschen bemerken die Verengung des Horizonts, sehen die Arroganz, die Heuchelei, die unfähig sind, aus Fehlern zu lernen oder den Anderen auch mit seinen Fehlern anzunehmen. Glücklichsein bedeutet nicht immerwährende Freizeit oder Paradiesvorstellungen wie sie Breugel malte.

Optimisten wissen, dass die Fantasie sich nicht erschöpft und das Abenteuer Leben mit jedem Menschen und jeder Begegnung neu beginnt. Ein auf Weitergehen gerichtetes Leben ist riskant, der Mensch muss sich einlassen, hoffen können und den Mut aufbringen, nur so kann ihm Glück zufallen.

Allzuviele Menschen quälen sich damit, dass sie das von wem auch immer gewünschte Niveau nicht zu erreichen vermögen. Es gibt keine Garantie auf das Glück und den Erfolg. Den glücklichen Menschen begleitet das Pech ein Leben lang. Der Optimist weiß das, und kennt die Haltestellen, wo er umsteigen kann.

# Wie sieht ein Gespräch über glückendes Leben aus, das Seelenverwandte führen?

"Glück auf!"

Riefen die Bergleute und schossen in die Tiefe. Dass für diese Menschen in 1000 Meter tiefen Stollen das GLück oben ist, liegt nahe. Zwar finden Sie das Glück arbeiten zu können in der Tiefe, doch ist ihr Glück zu Leben doch über Tage.

# Welche Beduetung hat für Sie die Richtung des Glücks?
# Wo ist das Glück für Sie konkret?

Glücklich werden

Die Welt des Glücklichen sei eine andere als die des Unglücklichen, schrieb Wittgenstein.

Viele Menschen würden glücklicher, wenn sie einfach dächten. Denn Nachdenken, denkt das nach, was ein Anderer vorgedacht hat: Heurecka!

# Sind Sie wie Platon nur der Bleistift von Sokrates?
# Was vermag Bewertungsmaßstäbe zu verändern, die über Glück oder Unglück bestimmen?

Glückendes Lebenscheint kein Dauerzustand zu sein. Das Leben ist eine Achterbahn. Glückendes Leben geht nicht zwangsweise mit dauerhaften Glückszuständen einher. "Wann immer du in Schwierigkeiten bist, bist du es, weil du das Walten der Natur vergißt. Du selbst schaffst dir dadurch Ängste und Begierden". schrieb Epikur in seinem Fragmenten. Menschen haben des Glück in der Hand.

# Was sind Trigger und Driver zu einem glücklichen Leben?

Zwei Wege zum Glück

In einem Büchlein beschreibt seine Heiligkeit der Dalai Lama zwei Wege, die Ursachen für Glück sein können. Der erste Weg ist äußerlich. Der zweite Weg bringt inneres Glück hervor. Doch nicht jedes GLück ist gleich zweckdienlich für ein glückendes Leben. Äußeres Glück, dem das innere Glück als Fundament fehlt, wird nicht lange dauern. Menschen, die auf äußeres Glück bauen, nehmen wir als getrieben wahr. Dieses Glück ist das ständige Weiterschreiten von einer Begierde zur nächsten (Hobbes). Dass diese Jagd nach dem Glück nicht zu Wohlsein und Sinn führt, sondern "notorisch unglückliche Menschen gebirt, die sich einsam, von Versagensängsten gequält, deprimiert, destruktiv, abhängig" fühlen, schrieb Erich Fromm. Es sind die Menschen, die am Montag schon den Freitag in der Arbeit herbeibeten, die froh sind, wenn sie die Zeit totschlagen können, die sie ständig unter einzusparen versuchen.

Es wandelt sich die Bedeutung des Glücks bei den Menschen. Ein glückendes Leben rückt wieder mehr in den Fokus. Auch bei den jungen Menschen rücken andere Motive und Bedürfnisse in den Blickpunkt. Sie bemerken, dass es etwas im Leben zu geben scheint, das mehr mit dem Sein sein zu tun hat und weniger mit dem materiellen Glück.

Kennen Sie Hans im Glück, das Märchen von den Gebrüdern Grimm? Als Hans völlig befreit und von aller Last befreit zurück zu seiner Mutter kommt, erkennt er das wahre Glück. Das zu erkennen war ein langer Weg. So verkehrt sich das Sprichwort: Als das Glück zerronnen, es gewonnen.

Glück im Chaos

Wenn das Leben uns in Beziehungen, in der Umwelt oder im Beruf die gewohnten Bewertungsmaßstäbe durcheineander wirbelt, übersteigt die Komplexität unser herkömmliches Denken. Wir werden orientierungslos. Meist wirbeln die Gefühle noch dazu und befreien uns über Burn-Out aus den Arbeitsfesseln, bis wir wieder eine Ruhe gefunden haben, um dann oftmals neu in den Kreislauf einzusteigen. Mancher Mensch emanzipiert sich über den Druck und öffnet sich Freiräume, die Neues braucht, um sich neu zu sortieren und zu orientieren?

# Wann ist der rechte Zeitpunkt, wo die Zeit reif für Ihr Glück scheint?
# Woran erkennen Sie, dass Ihnen Glück zugestoßen ist?
# Mit was müssten Sie fertig werden, wenn Ihnen das Glück widerführe?
# Was wäre ein Zuviel des Glückes?
# Was würden eine gute Freundin auf den Zettel Ihres chinesischen Glückskeckses schreiben?

Unternehmen viele Menschen nicht genau das, was das Geschehen von Glück eher verhindert? Glück scheint eher zuzustoßen. Es fällt zu. Jeder ist seines Glückes Schmied, sagt man, doch nicht jeder Schmied ist glücklich. was wir tun können ist, dass wir in Richtung unseres Glücks etwas tun. Damit reduziert sich der Zufall. Miguel de Osuna schrieb, dass es wie mit dem Siegelwachs ist, indem es erwärmt wird, macht es sich bereit, den Eindruck des Siegels aufnehmen zu können.

# Welche Neigungen haben Menschen zu pflegen, um Glück zu entfalten?

"Wie kann ich dem helfen, was von alleine kommt?" fragte Francois Julliens. Unsere technokratisch orientierte Welt steht dem 'sich treiben lassen', im Fluss schwimmen, scheinbar entgegen. Menschen denken die Natur betriebsam, entschlossen, willensbestimmt und sich Ziele setzend. Dem steht entgegen, menschliches Tun als Prozess natürlicher Werdung zu denken. Es geht darum, mit Polaritäten umgehen zu lernen, das Dazwischen zu denken, denn das sei ein Merkmal eines authentischen Menschen, meinte Erich Fromm. Aus dem Widerklang (ying und yang) geht der Einklang hervor. Menschen, die mit sich stimmig scheinen, scheinen auch glücklich, weil diese Menschen die Prozesshaftigkeit verstehen können. Menschen im Gleichklang mit sich selbst und der Welt, verstehen ein Treiben-lassen zu unterstützen, das sich von selbst entfaltet. Doch Konsens ensteht nur über die Auseinandersetzung. Können Sie streiten?

„Da muss er in ein Vergessen und Nichtwissen kommen“, schrieb Meister Eckhart
in Mystische Schriften, Seite 30

Sind die modernen Weisen des Management wie agile Teams, Scrum, Kanban oder Digital Thinking ohne das Phänomen der Prozesshaftigkeit wirksam zu denken?

# Wie schließt sich hier ein Kreis zum Glücklichsein und öffnet sich zugleich dem Nächsten?
# Wie können Menschen lernen, Es einfach geschehen zu lassen?

Meditation kann ein Weg zum Glück sein, wenn Glück ein gelingendes Leben bezeichnet. Sie kann bewirken, dass Menschen Innere Ausgeglichenheit, Sichere Beherrschung von negativen Emotionen (Niedergeschlagenheit, Ärger, Neid, Hass, Unterlegenheitsgefühl, Unluststimmungen..), vegetative Stabilisierung, die Fähigkeit, das Wichtige aus der Fülle des Unwichtigen zu erkennen oder Sehen und Hören lernen. Als längerfristige Ziele kann Mediattion Integration von Intellektualität, Emotionalität, Triebstruktur und Persönlichkeit, Arbeit und Leben, Individualität und Sozialität unterstützen.

Es wird Zeit, dass wir uns auch bei der Suche nach Glück zumindest einiger der Barrieren entledigen, die uns daran hindern, an diesem Streben näherzukommen und auch andere Menschendaran teilhaben zu lassen. Und David Bohm schrieb in seinen Betrachtungen zum Dialog:

..... Wir haben gelernt, hauptsächlich Wert auf explizite, äußere Ordnung zu legen, die durchaus nützlich für die Ziele ist, die wir gewöhnlich im Sinn haben– das Verdienen unseres Lebensunterhalts und dieses oder jenes zu tun. ... Wir brauchen einen leeren Raum, zeitlich oder räumlich, wo nichts uns beschäftigt...., dann laden wir das Glück ein uns zu begegnen.

Das Glück, viele Dinge als Hindernisse zu sehen

Sie haben Glück. Kluge Meister sagen, dass Sie auf dem rechten Weg zu gehenscheinen. Der Achtstufige Weg des Buddha führt durch das Leid.

# Was wäre, wenn Ihre Frustration der Treibstoff sein könnte?
# Weshalb wissen Menschen oft genau, was sie nicht wollen: im Beruf, in der Beziehung, in der Freizeit?
# Was haben Sie noch nicht unternommen, um das Hinderniss zu beseitigen?
# Stimmt es, dass Sie von zuviel Glück Schlafstörungen bekommen?

Es kommt nicht darauf an, was wir bewältigt haben. Es kommt darauf an, mit welcher Haltung wir Arbeit bewältigen. Viele Menschen bemerken das Glück erst, wenn es gewesen ist. Glückt es einem, so glückt es Hunderten nicht. Man soll des Glückes Schmied sein, sagt man. Doch nicht jeder Schmied ist glücklich.

Das Leben kommt manchmal wie ein Haufen Spaghetti daher, ineinander verschlungen, mit vielen Geschmacksrichtungen. Das Leben serviert einem ungefragt Menschen und verschiedene Beilagen. Eine bunter Mix an Dingen, Subjekten, Kommunikationen und Begegnungen, der ungefragt und hochgradig dynamisch einem von selbst entgegenkommen zu scheint. Gefangen in seinen Erfahrungen, Gewohnheiten, Vorurteilen, Strategien, Plänen und Konstruktionen versucht der Mensch, sich in dieser unübersichtlichen Welt und einem Netz von Beziehungen und Bezogenem zu orientieren. Er bemerkt, dass sein bisheriges Repertoire oftmals nicht ausreicht. Das Glück entzieht sich. Abschließende HInweise zeigen Richtungen und Möglichkeiten auf.

Es scheint offensichtlich, dass mehr von demselben nicht funktioniert. Es gibt Irrtümer, die so oft wiederholt werden, bis alle glauben, sie seien die Wahrheit. Daran orientieren Menschen auf der Suche nach ihrem Glück und verkennen, dass die Wahrheit Glaubenswissen bleibt.

# Ist es ergiebiger in komplexen oder unüberschaubaren Stiautionen über Ähnlichkeiten zu sprechen oder über Unterschiede?
# Wie beeinflussen die Hintergrundtöne, die Sie und die Welt umgeben, Ihre Art zu denken?
# Wie sähe eine Landkarte Ihres zukünftigen Glücks aus?

Beziehung ein Glückshormon

Ein kurzer Hinweis auf die Neurobiologie. Wohlwissend, dass es für den Neurobiologen das Glück als Gefühl in seiner Wissenschaft nicht gibt
Doch auch die Neurobiologen entgeht nicht, das beglückende Gefühl, das man in der Begegnung und Beziehung mit anderen Menschen spüren kann. Dieses Gefühl bewirken die "Glücksstoffe", die ausgestoßen werden, wenn wir uns begegnen und uns Anderem zuwenden. Geben sei mehr als Nehmen, schrieb Adam Grant. Die Glücksstoffe sind endogene Opioide, Oxytozin, Dopamin. Für interessierte Leser empfehle ich die guten Darstellungen von Joachim Bauer in dem Buch "Prinzip Menschlichkeit".

Flow, Schlüssel zum Glück?

Wenn Herausforderung, Fähigkeiten und Handlung Hand in Hand gehen, gleitet ein Mensch in einen Bewusstseinszustand, indem er sich tief verbunden fühlt, sich von grübelnden Gedanken löst und aus tiefstem Herzen alles bejaht. Besonders in der Kindheit begegnen uns solche Momente häufig, werden allerdings schnell vergessen, weil sie eigentlich gar nichts Besonderes sind. Für ein Kind ist das normal.
Häufig berichten Menschen von einem solchen Bewusstseinszustand der Verbundenheit beim Wandern oder Sport in der Natur, bei erfüllenden sexuellen Begegnungen, beim Malen, Spielen, erfüllender Arbeitsbetätigung, der Meditation und im Gebet.

Diese Einheitserlebnisse (Maslow) ereilen Menschen unvermittelt, bei alltäglichen Tätigkeiten, Musikhören und Musizieren, unter Drogen. Beschrieben wird das Gefühl als ozeanisch, Angenommensein, als völlig angstfrei oder als Lichterlebnis.

Abraham Maslow entwickelte ein Modell, mit dem er solche Einheitserlebnisse beschrieb. Seine Frage war: Was zeichnet gesunde Menschen psychisch besonders aus? Dabei bemerkte er, dass seelisch stabile Menschen sich an tief berührende Einheitserfahrungen erinnern, daraus Kraft schöpfen und darauf vertrauen, sie wieder zu erleben.

Entgegen zu Csikszentmihalys (=MC) Ausführungen vergleicht A. Maslow Einheitserlebnisse mit Berichten von Gotteserfahrungen. Maslow formuliert Kriterien für das Gipfelerlebnis („Peak experience“).

+ Das alltägliche Zeit- und Raumgefühl verändert sich, die Zeit vergeht wie in Zeitlupe.
+ Das Beurteilen kommt zur Ruhe. Man akzeptiert die Umwelt in diesem Moment so, wie sie ist.
+ Man erlebt die eigene Identität als etwas, das zum einen einzigartig ist, zum anereren mit allem verbunden.
+ Wer Gipeflerlebnisse hat, wird spontaner, liebender und toleranter.
+ „Seins-Werte“ wie Wahrheit, Gutheit, Schönheit entwickeln sich.

Beschrieben wird der Zustand im Sport, spirituellem Tun, Musizieren, Malen, Bergsteigen oder Beruf im Sinn von Berufung mit Formulierungen wie: Es fließt, es läuft, es arbeitet, es ist wie ein „Rausch“. Es ist ähnlich dem autotelischer Zustand. Der Zustand ist außergewöhnlich, weil er sich vom normalen Bewusstseinszustand qualitativ unterscheidet.
M.C. wies aber auf den „Suchtcharakter“ hin und das Risiko etwa beim Bergsteigen oder Extremsport (z.B: Red Bull-Wettbewerbe), Gefahren auf Kosten des „Kicks“ zu unterschätzen. Ebenso warnt er vor Manipulation wie bei Demagogen, die durch rituelle und choreografierte Massenereignisse, Menschen zu einem Flowereignis (fremd-)steuern.

Der Psychologe Mihaly Csikszentmihaly prägte in seinem Klassiker „Flow - das Geheimnis des Glücks“ das Wort “Flow” (fließen, schweben) für diese Zustände. Er befragte über Jahrzehnte immer wieder Menschen aus verschiedenen Berufsgruppen, die in der Erfüllung ihrer Tätigkeiten scheinbar „unendliche“ Zufriedenheit und Ressourcen hatten; Dabei stellte er fest, dass dieses Glücksgefühl losgelöst von Ruhm oder von finanziellen Belohnungen war. Im Flow gingen die untersuchten Personen z.B. oft an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit, nahmen sogar häufig große körperliche Belastungen auf sich und waren dennoch motiviert vom Aspekt des alleinigen Tuns.

Dieses „Gefühl“ stellte sich bei Menschen nicht ein, wenn sie sich alltäglichen Wohlstandsgenüssen hingaben (Hedonismus als Untugend (zu viel desselben) oder das Leben einfach geschehen ließen (‚Fatalismus’). Er stellte sich auch nicht ein, wenn die Menschen nicht über eine ausgezeichnete fachliche Qualität in dem jeweiligen Bereich verfügten, was notgedrungen zu Stress bei der Ausführung führt.

Der Unterschied zu Ekstase, Trance oder Rausch ist, dass der Flow-Zustand von erworbenen Fertigkeiten und Meisterschaft, sowie Herausforderungen und Können (intrinsisch und extrinsisch) abhängt. Flow richtet den Fokus auf die Aktion. Bei den gewöhnlichen Bewusstseinszuständen herrscht überwiegend das Merkmal der Passivität vor. Wenn es sich um Tätigkeiten handelt, die ein hohes Maß an Können verlangen, eine ungewöhnliche Herausforderung darstellen und Anforderung und Fähigkeiten im Gleichgewicht sind, kommt es zum „Flow-Zustand“. Was sich hinter dem Phänomen verbirgt, ist noch nicht abschließend erklärt. Lohnenswert scheint das Bemühen um einen Flow-Zustand und die Flow-Erfahrungen dennoch zu sein, weil der Fokus auf den aktiven und weniger passiven Pol unseres Handlungsspektrums anzusiedeln ist.

Phänomene des Glücksflow nach C. (2002):

+ Intensive und fokussierte Konzentration auf die zu erledigende Aufgabe
+ Verlust an reflexivem Selbstbewusstsein (Es läuft einfach, es stößt mir zu)
+ Ein Gefühl, die laufende Handlung immer unter Kontrolle zu haben
+ Veränderung des Zeitempfindens
+ Erfahrung, dass die Handlung intrinsische (innerliche) Verstärkungsqualitäten besitzt.

Ein weiteres Merkmal ist der „soziologische bzw. soziale“ Komplex. In vielen Bereichen muss die Umgebung fördern, dass dieser Zustand geschehen kann und nicht unterbrochen wird. („Schlagbohrmaschine im Nebenraum“).

Heilende Strukturen der „Seele“ (Csikszentmihalyi):

+ Tapferkeit im Sinn der Epikie (Aristoteles, Nikomachische Ethik
+ Widerstandskraft (Resilienz)
+ Ausdauer. "Das Glück will erobert werden", sagt man. Anm Verf.: Welch kriegerische Sprache. Kann Krieg glücklich machen?

Kultivierung von Glück im Alltag

Das Glück zeigt sich im Alltag. zwei Menschen, die meinen Blick geschärft haben: Ein Walter, Senner und Onkel Richard.
O.R öffnete meinen Blick auf das gelbe Huflatichblümchen auf den Schotterhaufen entlang der Wanderwege im Frühjahr. Walter verband den Blick des Details mit der Weite in den Bergen.
Versuchen Sie gegenwärtig zu sein. Dazu brauchen Sie keine Kurse. Sie brauchen Ruhe. Ein Ratschalg zum Ende: Nutzen Sie ruhige Räume im Alltag. Das kann die Parkbank in einem Winkel sein, die Bank in einer Ausstellung, das kurze Verharren in einer schönen Erinnerung, ein gemeinsames Essen, die zahlreichen Kirchen in den Städten.

Viel Glück!

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