Fragmente zur Konfliktlösung

von | Mrz 27, 2024 | Kommunikation, Konflikt

Funktioniert die Kommunikation nicht, kommt es zu einem Konflikt. Diesen lösen wir wiederum über Kommunikation.

Wir können nicht nicht kommunizieren, meinte Watzlawick vor Jahrzehnten. Weshalb legen dann viele Menschen und die Ausbildungsstätten wenig Gewicht auf die Kommunikation, um sich klar mitzuteilen oder geschickt zu verhandeln? Eine Lösungsentwicklung eines Streits ist nicht von der Fähigkeit zu kommunizieren zu trennen.

Um was geht es?

Wie der Titel sagt, geht es um Bruchstücke zu dem Thema Konflikt. Dieser Beitrag sollen anregen, sich tiefer mit dem Thema zu befassen. 

Streit sei natürlich. 

  • Haben Sie heute schon in der Presse die Konflikte und streitbaren Themen gezählt?
  • Wieviele Themen werden es wohl gewesen sein

Ich begegnete noch keinem Individuum, das nicht einen Konflikt durchlebte. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass interessante Menschen sich mit sich selbst und anderen Menschen auseinandersetzen. 

Wie eine gute Symphonie sich im Spiel zwischen Disharmonie und Harmonie entsteht, so wird auch der Mensch erst über die innere Auseinandersetzung stimmig.

Streit und Konflikt verwende ich synonym. Und was unterscheidet Problem von Konflikt?

Leben sei, sich entscheiden

Leben bedeutet, sich laufend zu entscheiden (Stefan Kiechle (J). Links rechts, oben und unten, farbig oder nicht, laut oder leise usw. Laufend treffen Menschen Unterscheidungen und Entscheidungen. Wer zum einen Ja sagt, sagt Nein zum anderen. Auch wer sich nicht entscheidet, entscheidet, dass er sich nicht entscheidet.

  • Wenn Sie einen Tag reflektieren, welche Themen haben Sie selbstverantwortet entschieden?
  • Wurden Sie entschieden?

Gedankenlesen

Sagen Menschen nicht deutlich, was sie meinen, so begibt sich der Gesprächspartner leicht auf Glatteis. Was mag die Aussage bedeuten?  Menschen helfen sich mit Vermutungen, versuchen sich in Deutungen, was meist unweigerlich zu Störungen und Missverständnissen führt. Diese Konfliktsituationen erleben Menschen in der Paarbeziehung, Familien, Organisationen, dem öffentlichen Leben und auch mit sich selbst.

Herr von Thun zeigt in seinem Kommunikationsmodell vier Bereiche, die bei einer Aussage betroffen sein können: Sachebene, Beziehungsebene, Selbstdarstellung und Appell. 

Problem und Konflikt 

Wird Vermittlung (Mediation) in Anspruch genommen, wenn in der Lebenswelt Konflikte und Probleme das Zusammenleben und -arbeiten erschweren bis unmöglichen machen, gilt es zu erkennen, sind es Konflikte, die zu Problemen führen oder umgekehrt, oder liegen Probleme vor, aber keine Konflikte.

Problem (griech. = Hindernis, Schutzwall, Mauer) bezeichnet ein sachliches Hindernis, einen umstrittenen Sachverhalt und bezieht sich auf Sachinhalte.  

Konflikt (lat. = zusammenschlagen, streiten, kämpfen) ereignet sich auf der Beziehungsebene, etwa wenn Personen, Gruppen, Nationen, Gangs, Ethnien, relig. Gruppen aneinander geraten, sich schlagen, entwerten und demütigen, einander das Recht auf Existenz absprechen. Kurzum- persönliche, kollektive, nationale Beziehungen polemisch, kontrovers, im Extremen im Kampf um Leben und Tod austragen.

Problem gelöst, Konflikt nicht

Vermittlung löst primär Probleme, nicht Konflikte. In langer, aber sachbezogener Verhandlung haben Geschäftspartner C und D eine für beide akzeptable Lösung gefunden, die aber D gleich wieder für ungültig erklärt: „In der Sache sind wir einig, aber ich unterschreibe nicht. Ich kann sie nicht leiden!“  Beide haben den Konflikt mitgebracht, doch -aus welchen Gründen auch immer- nicht auf den Tisch gebracht. Die Möglichkeiten weshalb Menschen sind vielschichtig: Scham, Schuld, Macht, Ängste vor der Auseinandersetzung, fehlende Persönlichkeit, (Un-)Sympathien, fehlender Mut, Gruppenzwang, Kosten…..

Konstruktivismus

Menschen sehen die Wirklichkeit nicht so, wie sie an sich ist, sondern sie ist so, wie Menschen sie sehen und sich konstruieren. Entsprechend der individuell vorgestellten Wirklichkeit kommunizieren und handeln Menschen gewöhnlich. Konstruiert werden jeweils eigene Bilder von sich, anderen Menschen und der Welt. Diese Bilder machen die individuelle Wirklichkeit aus (Konstruktivismus).

Verhandeln, Mediation

Das gelingt mitunter dem Menschen nicht selbst, so dass er Verhandlungshilfe benötigt. Das nennen wir Mediation. Mediation sei eine soziale Technik, mit deren Hilfe Konflikte zwischen zwei oder mehr Personen unter Hinzuziehung eines neutralen Dritten zur Sprache gebracht, geklärt und möglicherweise beigelegt werden sollen. Ziel sei die Suche nach Problemlösungen..“ , schrieb Fietkau.

Mediator, Vermittler 

  • Doch wozu dann einen Mediator? 

Er versucht zu irritieren, verstört, macht neugierig, evoziert Bewegung und anderes Denken (Baum der Erkenntnis, Maturana, Varela). Das geschieht durch Fragen (überraschende, zirkuläre, konträre, provozierende, raumschaffende, prozess-anstoßende, systemische…), Metaphern oder Geschichten.

Das System Konflikt

Der Vermittler bringt etwas in das System der Konfliktparteien ein, was schon durch seine Anwesenheit systeminterne Veränderungen auslöst. Ob seine Handeln etwas bewirkt und was genau, ist wegen der autonomen (Re-)Aktion im System nicht vorhersehbar. Linear-kausale ‚Wenn-Dann-Wirkungen‘ sind kontraproduktiv. (Heinz von Foerster, Incomputerabilität von Verhaltensweisen). Maturana nennt das „die Unmöglichkeit der Steuerung nichttrivialer Systeme“.

Konfliktsysteme „erblinden“, sehen sich oft im eigenen Saft. Um diese Systeme aus der Erstarrung zu lösen versucht der Mediator anzuregen, variable Lösungen zu (er)finden, aufzulockern und aus lähmender Verstrickung und inhaltlicher Fixierung zu befreien.

Die Nützlichkeit systemischen Denkens für Konflikt(-theorien) ist, dass der Denkansatz auf alle psychischen wie sozialen Phänomene anwendbar ist: In der Psychologie, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Erziehung, Religion, Sport..dem „Alltag auf der Straße“; überall, wo Konflikte zu beobachten sind.

Eine Außenperspektive durch einen Vermittler vermag die Konfliktdynamik durchschaubarer zu machen, um alternative Verhaltens- und Interaktionsstrategien zu erkennen.

Psychische Konflikte

umfasst Befindlichkeiten, Stimmungen, Emotionen wie auch den „Geist“, also Bewusstsein, Wahrnehmung, Kognition, Intelligenz, Mentalität, Sinn… Auch die Psyche ist von Mensch zu Mensch verschieden. Was in der Intersubjektivität den Unterschied ausmacht, daraus können Probleme und Konflikte entstehen.

Allen psychologischen Modelle ist gemeinsam, dass das Ich ein Selbstorganisations-prozess sei. 

Soziale Konflikte

Soziale Konflikte werden gewöhnlich mit Begriffen beschrieben: „entflammen“, „flackern auf“, „sind heiß“, „schwelen“, „erlöschen“. Es gibt „Konfliktherde“. Diese emotionalen Bilder (Metaphern) zeigen implizit auch, dass sie erhalten bleiben, solange das „Feuer“ Nahrung erhält. Dies geschieht immer wieder durch die kommunizierten Negationen von Negationen der Betroffenen. Wenn diese Art der Operation endet, endet der Konflikt. 

Besonderheit sozialer Systeme

Die Besonderheit bezieht sich auf die autonome Systembezogenheit von Mensch auf Mensch. Ein soziales System hat die Basis in der Verbindung autonomer Organismen und Psychosen und entwickelt aus dieser Verbindung heraus seine eigene Autonomie. Autopoietische Systeme verhalten sich immer und ausschließlich auf Grund ihrer aktuellen internen Struktur und Prozesse. Sie sind selbstbezogen und innengesteuert. Das heißt nicht, dass sie unabhängig sind, was in ihren Umwelten geschieht, sondern nur, dass sie höchst individuell auf Geschehnisse reagieren, die nicht geradlinig-kausal betrachtet werden können, sondern lediglich als Auslöser innengesteuerter Verhaltensweisen.

Verdeckter Gewinn von Konflikten

Systemtheoretisch gesehen, haben Störungen (Irritationen, „Disruptionen“…) eine ambivalente Wirkung. Sie beeinträchtigen zwar die funktionierenden Prozesse und Strukturen, aber sie initiieren dadurch auch Veränderungen und haben Alarmfunktion. Ohne Störung kein Lernen, keine Entwicklung, keine Umstrukturierungen, keine Revolutionen, keine Reformen… (Simon)

Werden die Widersprüche aufgelöst, kann das System so bleiben, wie es war. Gelingt das nicht, wird das System sich (autopoietisch) ändern oder in einen Desintegrationsprozess 

(Auflösung des bisherigen Systems) gleiten (Prigogine). Die Chance jedes Konflikts besteht in der Veränderung psychischer oder sozialer Systeme. Das Risiko: nicht jede Entwicklung ist immer positiv zu bewerten.

Differenzieren und Sortieren

Es reicht nicht, wenn Entscheidungen rein sachlich richtig erscheinen. Sie müssen auch emotional stimmen, um realisiert zu werden. Menschen verfügen über zwei unterschiedliche Methoden der Wirklichkeitskonstruktion: Denken und Fühlen. Ein weiterer Aspekt ist die Zeit, innerhalb dessen Konflikte gelöst werden müssen.

Der Beginn ist die (individuelle oder kollektive) Zieldefinition. Solange das Ziel nicht klar ist, braucht man sich über keinen Weg einigen.

1. Beschreibung

Stellen Sie sich vor, das Ziel ist erreicht und der Konflikt gelöst oder entschieden, was ist dann alles anders als jetzt?

2.  Zeithorizont

Konflikte kosten Zeit. Manchmal muss auch schnell entschieden werden, weil etwa der Konflikt das System zugrunde richtet.

Wenn er nicht gelöst wird, welche Folgen hat er:

  • Auf der Sachebene?
  • Auf der Beziehungsebene?
  • und emotional? 

3.  Bewertungen

Bewerten der verschiedenen Zieloptionen. Hier gelingt es schnell zu unterscheiden, ob es sich um sachliche oder Beziehungsziele handelt. 

Sachliche Ebene

Bei sachlichen Zielen geht es hier oft um „Sausage-Making“ (unappetitliche Kompromisse), bei dem alle Konfliktparteien irgendwie auf ihre Kosten kommen und damit leben können. Es wird nicht über das Ziel, sondern über den Weg eine Einigung gefunden (Sowohl-als auch im Tetralemma Quadranten, es bleibt unentscheidbar. Das sind häufig Resolutionen bei politischen Kompromissen.

Läuft der Konflikt auf der Sachebene, dann ist die Entscheidung über das Ziel oder auch den Weg in der Regel nicht so problematisch.

Beziehungsebene

Schwieriger ist es bei Beziehungskonflikten. Hier geht es nicht um Manipulation von Dingen oder Objekten, sondern um Interaktion und Kommunikation miteinander. Mit Kausalitätsideen, die aus der mechanistischen Welt abgeleitet sind, haben sie schlechte Karten, das Ziel zu erreichen.  

Lust am Bösen

Ist Ihnen aufgefallen, dass Menschen nichts so kreativ macht zu überlegen, wie man einen Feind schaden kann. Es werden schwärzeste Fantasien angeregt, was man dem Feind an Bösartigkeit antun kann. „Wie man sich Feinde schafft“, ist ein weises Buch von Rupert Lay.

Haben Sie als Akteur in einem Beziehungskonflikt Lust auf Eskalation?Das ist der Normalfall. Sie werden also erst einmal miteskalieren. Das scheint ein Erbe früherer Evolutionsstufen aus grauer Vorzeit. Menschen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben, können sich sehr schnell in unwahrscheinliche Beziehungen und Interaktionen verwickeln.

Da wir alle anscheinend gefährdet sind, in solch eine Verwicklung zu gelangen (Filme Rosenkrieg oder Marathon Man), stellt sich die Frage, wie wir aus dieser Verwicklung wieder herauskommen.

Tit for Tat

Wehrt man sich mit der Methode „Gleiches mit Gleichem“, ist der Konflikt als autopoetisches System geboren. Wie und wer angefangen hat, spielt keine Rolle mehr. Sicher ist nur, dass ein nichtendendes Kommunikationsmuster geboren ist: A schreibt, B schreit zurück, A schubst, B schubst zurück, A schreit lauter B schubst heftiger usw…

Das Problem des Ausstiegs ist, dass jede Aktion vom Gegenüber als Bestätigung der pessimistischen Erwartungen umgedeutet wird. SEP sind als Wahnsysteme nicht falsifizierbar.

Meta-Ebene

Es gelingt hier nicht einseitig eine Ebene der Meta-Kommunikation einzuführen, um eine Lösung zu suchen. Der Gegner wird das wieder als böswilligen Schachzug ansehen. Den gemeinsamen Blick in den Abgrund schafft man nur über einen neutralen Dritten. Doch solange eine Partei meint, sie könne langfristig gewinnen, wird sie zu diesem Schritt nicht zustimmen.

Passive Negation

Es bleibt also nur, sich selbst zu schützen und versuchen, nicht weiter zu eskalieren: passive Negation ist das Mittel. Reflexartige Reaktionen sind zu vermeiden, auch wenn das schwer fällt, so der Gegner bei abflauen des Konflikts, wieder eine Schaufel Kohle nachlegt, um den Konflikt am Leben zu halten. Erinnern Sie sich an geschickte Verhandlungsführer, die empfehlen, eine Nacht darüber zu schlafen.

Mit dieser passiven Haltung, kann es gelingen, dass mit der Zeit der Gegner einem neutralen Dritten als Schlichter zuzuziehen, zustimmt (Simon).

Triangulation: Einmischung einer höheren Macht

Hier geht es um Dritte, die hierarchisch übergeordnet sind. Diese oftmals institutionellen Strukturen haben oft Kraft Funktion die Aufgabe, in Konflikten ein Machtwort zu sprechen, zu entscheiden und damit den Konflikt zu beenden, um vor destruktiven Wirkungen des Konflikts zu bewahren.

Eine Führungskraft, die das nicht kann, verfehlt ihren Job. Leider geschieht es im Alltag allzuoft, dass die Führungskraft mangels Persönlichkeit hier nicht interveniert. Das kann mitunter für die Organisation zu erheblichen Schäden führen.

Analog handelt der Staat über das Rechtssystem konfliktlösend. Dass das mit der Wirklichkeitskonstruktion der Parteien noch mit der Sache oder der Beziehung der Akteure viel zu tun hat, liegt in der Natur der Sache („Auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand“). Das Gericht sollten Staat als übergeordnete macht schützen und die staatliche Ordnung aufrechterhalten.

Allgemein:

Wer als höhere Macht agiert, übernimmt immer die Verantwortung mit dem Ziel, Unsicherheiten zu reduzieren und Handlungsfähigkeit herzustellen. Es ist eine kompensatorische Funktion, die ohne sie von den Streitparteien allein hätte erfüllt werden müssen.

Der „neutrale“ Dritte

Eine weitere Variante und Funktion des Dritten im Konflikt: die Vermittlerin/der Vermittler. Die Rolle ist, abgesehen in Subordinationsbeziehungen, formale Machtlosigkeit. In all diesen Fragen ist er neutral.

Dass er angerufen und hinzugezogen wird, ist schon ein Schritt in Richtung Konfliktlösung. Solange eine Partei glaubt, langfristig sich durchsetzen zu können, wird sie einer Mediation oder Vermittlung nicht zustimmen. Die Hoffnung muss bei den Parteien darauf liegen, dass die Einbeziehung des Dritten eine Veränderung des Kommunikationsprozesses und damit der Entscheidungsfindung zur Folge hat.

Neutralität 

Die Neutralität des M ist eine handwerkliche Voraussetzung für systematische Konfliktbearbeitung (Schlichtung, Beratung, Therapie). Neutralität meint nicht, dass der Berater keine Meinung zu den Themen haben darf. Aber er sollte klar machen, dass er nicht im Besitz einer höheren Wahrheit ist und jede Art von Normativität vermeiden. 

Setting

Wie erreicht Vermittler, dass die Kommunikation zwischen den Parteien, in eine zivilisiertere Form der Kommunikation und Interaktion zu kommen? Die Fragen mögen einige Bereiche ansprechen:

  • Räumliche Trennung?
  • Sitzpositionen?
  • Kommunikationsregeln?
  • Ort, der Lösungssuche befördert?
  • Minimalziele jeder Partei?
  • Kein Gesichtsverlust der Parteien?
  • Ehre, Stolz, Ansehen?
  • „Kommunikationsreife?

Negative Zieldefinition

Es geht nicht um eine Ziellösung, bei der sich alle Lieben und in die Hände klatschen. Es soll ein Zustand erreicht werden, in dem sich die Beteiligten entweder in Ruhe lassen können oder aber – wenn sie sich begegnen (müssen) ihre geneinsame Geschichte weitergeht, ohne sich weiter zu bekriegen. Es geht oft um Unterlassungen als Ziel.

  • Welche Handlungen sollen unterlassen werden, die bis dahin den Konflikt am Kochen hielten? 

Das verführerische am Konflikt ist, dass er Macht verspricht, wo man sonst mit Beschränktheit des eigenen Einflusses zufriedengeben muss. Das ist der narzisstische Gewinn des Kämpfers. 

Deshalb ist Zukunftsorientierung wichtig. Eine Methode, sie in die Verantwortung aller Beteiligten zu stellen, ist, sehr sorgfältig und sehr konkret abzuspielen, wie jeder es in der Hand hat, auf den Zünder zu drücken, der den anderen zum erneuten Losschlagen reizen würde. So kann man die Eskalationsstufen einzeln durchspielen: Jedem wird hypothetisch die Aktion der Gegenpartei zugeschrieben.

Werden und Vergehen

Nach Josef Duss-von Werdt zeigt ein Fahrplan für Werden und Vergehen, dass professionelle Vermittlung in der Zeit strukturiert ist und Wege mit Abzweigungen anlegt, durch welche der Prozess von Stufe zu Stufe vorankommen kann, auch wenn nicht immer ohne Einbahnstraßen und Sackgassen.

Was noch zu bemerken ist

Nicht jeder Konflikt ist zu lösen. Mögen dieser Aussage die Menschen widersprechen, die einem Dogma mancher „Alles-ist-zu-lösen-Ideologien“ nachhängen. Das ist nicht die Ich-Realität in der Welt und zeugt eher von einem naiven Weltverständnis, Verdrängungsmechanismus oder grundsätzlichem Verkennen der Realität. In mancher Ausprägung mag es pathologisch sein. Das sei aber hier nicht unsere Intension.

Haben einige der bunt zusammengewürfelten Bereiche Sie angeregt, hier und da tiefer einzusteigen, ist mein Ziel erreicht. es geht hier nicht um einen vollständigen Ratgeber, deren es unzählige gibt, sondern blitzlichtartig Fragmente zu beleuchten, die mir in der Praxis immer wieder auffallen und oftmals nicht ausreichend berücksichtigt werden. Auf drei Bücher  sei hingewiesen:

  • Fritz B. Simon: „Einführung in die Systemtheorie des Konflikts“,
  • Joseph Duss-von Werdt: „Einführung in Mediation“,
  • Annegret Hugo Becker/Henning Becker: „Psychologisches Konfliktmanagement“ hingewiesen. 

Zuhören

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