Kommunikativ spielen

von | Feb 11, 2021 | Kommunikation

Ich begegne vielen Menschen, die viel reden. Sie reden stilistisch und gramatikalisch einwandfrei. Doch sie erreichen mich nicht. Ich höre und fühle nichts.

Ziel der Zeilen ist, eine Sprache der emotionalen Zuversicht zu üben, die dynamische Kooperationen und Beziehungen ermöglicht und integriert. Das ist eine Kommunikationsweise, die Resonanz zwischen kommunizierenden Menschen ermöglicht. Das ist die Matrix, aus der ein „kooperativer Individualismus“ genährt wird und  Selbstachtung und Respekt vor dem Anderen wachsen lässt.

Spielanleitung

Sie können den kleinen Artikel anfangen, wo Sie wollen. Ich versuche so zu sein, wovon der Inhalt handelt. Kommunizieren im Sinn eines Miteinander-Redens ist für mich ein Spiel zweier oder mehrerer Personen. Ich lade Sie ein, mitzuspielen. Weil bei fairen Spielen der Ausgang offen ist, sollten Sie Mut haben.

Natürlich gibt es formal vorgeschriebene Gesprächsabläufe, wie sie beispielweise Rechtsordnungen oder gesellschaftliche Rituale vorschreiben. Doch selbst diese sind oftmals im Ausgang offen, obwohl sich der Mensch bemüht, sich an diese Ordnung zu halten.

Kommunikativ zu spielen, ist eine Einladung hineinzuspüren und  Spielzüge auf verschiedenen Spielfeldern zu wagen. So kann es Ihnen gelingen, sich mit dem Eigentlichen, dem Ursprung des kommunikaziven Spiels zu verbinden, tatsächlich anwesend zu werden und etwas auszulösen.

Der Antispieler

Antispieler warten ab oder gehen ausschließlich strategisch vor. Oder Sie lassen erst einmal alles kommen und warten ab. Sie merken nicht, dass Sie am Bahnhof in einem stehenden Zug sitzen, zum Fenster hinaus blicken und meinen zu fahren, während es der Zug am anderen Gleis ist, der wegfährt. Progressiv geht heute anders.  Nur der kommunikativ bewegliche Mensch wird sinnvoll durch unruhige Gewässer navigieren und neue gemeinschaftliche Möglichkeiten rechtzeitig entdecken.

1. Hören

Miteinander-Reden bedingt auch immer wieder Schweigen von einer Seite. Das Schweigen gibtbRaum. So wird das gesprochene Wort der Beteiligten wahrnehmbar und  hörbar. Ein Resonanz-Raum öffnet sich. Kommt der Raum zum Schwingen, kann Mitgefühl und Vertrauen entstehen.

  • Wie wäre es,  wenn Sie  öfter schwiegen?
  • Was können Sie dann hören?

In dem beobachtenden Hören entsteht eine Basis für Verstehen, Erkennen und Vertrauen.

2. Befreien von Annahmen

Das Loslassen von Ihren Annahmen ermöglicht Ihnen, das Nadelöhr zum anderen zu passieren. „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr,..“lautet der Bibelspruch und bezieht sich auf ein Stadttor im alten Jerusalem: Wer mit dem Kamel durch das Stadttor wollte, um dort etwa Geschäfte zu machen, musste alle Taschen vom Kamel entfernen, damit es hindurch passte.

  • Wie sähen Ihre Gespräche aus, wenn Sie sich von allen persönlichen Annahmen, Prinzipien oder Überzeugungen suspensierten?

Wahrscheinlich wären Sie nicht irrtiert. Die Darbietung des Themas ist so, wie sie eben ist. Sie haben noch keine Vorstellung. Sie könnten ganz beim Anderen, ganz beim Thema sein. Nichts würde Sie beim Hinauf und noch beim Hinab des Spiels (im Verlauf des Gesprächs) belasten oder ablenken.

Neues Hören

Spüren Sie allerdings leichten Ärger oder Missmut, dann können Sie fast sicher sein, dass Sie es mit etwas zu tun haben, das anders ist, als es Ihren Erwartungen und Weltkonstrukten entspricht. Hier wird das Gespräch spannend. Sie hören Neues.

Befreien Sie sich von ihren Verurteilen, ihren Stimmen der Überheblichkeit bis hin zur Arroganz, des Besserwissens oder des Zynismus.  Emanzipieren Sie sich über Ihre Ängste und vermag die gemeinsame Quelle im Gespräch beginnt zu sprudeln. Das Gespräch wird zu einem bewegten Tanz, wo mal die eine und dann die andere Person im gemeinsamen Spiel führt. Die Inhalte des Gesprächs befruchten sich gegenseitig.

3. Trampelpfade verlassen

Verlassen Menschen eingetretene Pfade, werden Sie irritiert. Wer keinen Spaß daran findet, macht einfach so weiter wie bisher. Haben Sie Lust zu spielen und andere Pfade wie die Pfadfinder im unwegsamen Gelände zu suchen? Bald werden Sie die Wege auch im Dickicht des Lebens ausmachen und Möglichkeiten konstruieren manch unpassierbaren Fluss oder Pass zu überwinden. Die Entdeckung hat begonnen.

4. Risiko

Sie lesen diese Zeilen und beobachten, was ich gerade schreibe. Doch Sie beobachten die Worte in Ihrem Jetzt. Das ist ein anderes Jetzt als mein Jetzt, als mir diese Gedanken kamen. Trotz Alterozentrietheit, ist es mir nur sehr eingeschränkt möglich, ihre Erwartungen und ihr Erleben zu erkennen. Ich kann mein Tun nicht an ihre Gedanken  und Reagieren anheften. Das Schreiben dieser Zeilen bleibt ein riskantes Unternehmen der Kommunikation.

Ihre Deutungswelt und Folgerungen werden zum Teil anders sein, als ich sie plante, während ich diesen Blog schrieb. Sie treffen andere Entscheidungen. Mir bleibt nur ein vages Bemühen, mir vorzustellen, ob der Text auch so wirken möge, wie ich es in meinem Jetzt dachte.

Das ist mein Risiko. Dem zu begegnen, braucht es Mut. Gute Gesprächs-Spieler haben Mut.

5. Kontingenz

Das Kommunizierte ist kontingent. Es kann so sein wie es ist (war oder sein wird), aber auch Anderes ist möglich. So sehr ich mich bemühe, in ihr Denken einzudringen, mir bleibt nur die Hoffnung und Sie einzuladen, eben meine Vorschläge mit einzubeziehen. Sie geben meiner Kommunikation (hier schriftlichen Äußerung) die Bedeutung.

7. Wahrnehmungsraum

Miteinander-Reden will einen Raum für gemeinsame Wahrnehmung öffnen. Ist der Raum geschützt und vertrauenserweckend ermöglicht er offen und ehrlich darin zu spielen. Ist der Raum voll, passt nichts mehr hinein.
Ist der Raum leer, vermag der Raum zur Gesprächszeit zu werden. Ein gemeinsames Bewusstsein entsteht. Die Menschen öffnen sich. Die Herzen öffnen sich. David Bohm, meinte, dass dies Voraussetzungen für ein dialogisches Spiel seien. In diesem Raum überspringen die Menschen Antipoden.

Im Anfang war ein Raum

Der Anfang ist, wie so oft, erst den eigenen inneren Raum wahrzunehmen und Klarheit zu finden, wohlwissend, dass es Winkel gibt, die sich einem Menschen selbst nicht zur Gänze erschließen. das primäre und sekundäre Unbewusste, vermag uns anzutreiben, doch es bleibt im Vorbewussten, ein Geheimnis. Das Spiel mit den personalen Geheimnissen umgehen zu lernen, gehört zur Kommunikation mit sich selbst und den begegnenden Menschen. Bevor Sie in den gemeinsamen Raum  treten und mit Menschen in Interaktion treten, empfiehlt sich dieses Vertrauen in sich selbst zu gewinnen.

  • Welche Geheimnisse spüren Sie in ihrem inneren Raum?
  • Wie gehen Sie damit um?

Möglichkeiten

Man sagt, man solle die Zahl der Möglichkeiten erhöhen (Imperativ von Heinz von Foerster). Ein Handeln, das die Möglichkeiten eher einschränkt, wäre nekrophil. Ein biophil agierender Mensch versucht die Zahl personalen Lebens eher zu erhöhen, statt die Möglichkeiten zu vermindern. Ich folge der Meinung von Erich Fromm.

Nicht wenige Menschen meinen der Kuchen sei begrenzt. Sie meiden Vielfalt, weil sie überzeugt sind, dass Übersicht Sicherheit gebe. Bei jedem Gespräch sehen Sie Gefahren. „Hic sunt leones“.

  • Wie sieht ein Gespräch aus, das von diesen Gedanken getragen wird?
  • Wie sähe ein Gespräch aus, in dem Sie lavieren, beobachten, Optionen offen halten?
  • „Einheit in Vielfalt“ oder „Einheit durch Vielfalt“?

Stimmungen

Stimmungen erzeugen, die so sind, dass alle in der Kommunikation mitspielen, sei das Ziel des gemeinsamen Kommunikationsspiels. Die Magie des Gesprächs ergibt sich, wenn Sie es schaffen, beim Anderen eine Gesprächswelt aufzubauen, in der das geschieht, was ihr Hörer erhofft hat, dass in diesem Gespräch geschehen und gedacht werden würde. Das bedeutet echtes Zaubern. Der jeweilige Kommunikator versucht eine Relationsstruktur im Gespräch aufzubauen. Damit macht der Kommunikator etwas Wunderbares: er überredet den Leser, eine Welt zu konstruieren, in der Wunderbares passieren kann.

Das Gegenteil funktioniert auch.

Kommunikativ spielen, um zukunftssicher zu sein

  • Weshalb werden die einen Kommunikatoren bejubelt und die anderen nicht?

Der Unterschied, der den Unterschied ausmacht ist, die einen wagen ein fröhliches, zuversichtliches und befreiendes Spiel. Die Spielverderber sagen: das Leben sei kein Spiel! Maturana hält dem entgegen: Spiele! Forschung und Wissenschaft zeigten uns, dass ohne Spielraum Zukunft nur schwer funktionieren kann. Menschen spielen mit allem, das sie umgibt, mit Worten, mit der Macht, mit der Liebe. Und Spielen ermöglicht Wahrscheinlichkeiten zu prognostizieren, und  mit entstehenden Diversitäten umzugehen.

  • Was sind ihre grünen Daumen, damit ihre Gesprächszukunft gedeiht, wächst und blüht?

Steigen Sie ins Spiel ein: es gelingen Ihnen geniale Spielzüge, Sie schießen über das Tor hinaus, Sie werden mit Foulspiel konfrontiert, werden von unerwarteten Spielzügen überrascht,  Sie können Scheitern und manch ein Gesprächspartner wird Sie ausspielen. Doch die Menschen, die das kommunikative Spiel mit den anderen Menschen gelernt haben, sind  fähig nicht nur passend zu reagieren; sie finden in diesem Raum, (Selbst-) Orientierung, Werte, Strategien, Möglichkeiten, Inspiration und Kreativität. Diese Menschen  werden durch diese Gespräche zukunftssicher.

Ich wünsche Ihnen ein erfrischendes und spannendes Spiel!

Was Sie brauchen ist Zeit, Geduld und Humor. Gewonnen hat, wer mitspielt!

Ich begegne vielen Menschen, die viel reden. Sie reden stilistisch und gramatikalisch einwandfrei. Doch sie erreichen mich nicht. Ich höre und fühle nichts.

Ziel der Zeilen ist, Sie anzuregen, das Spiel der Kommunikation aufzunehmen. Statt Machtdemonstrationendarum, eine Sprache der emotionalen Zuversicht zu üben, die dynamische Kooperationen und Beziehungen ermöglicht und integriert. Entscheidend ist ein Kommunikationsstil, der mit der Resonanz der kommunizierenden Menschen entsteht. Das ist die Matrix, aus der ein „kooperativer Individualismus“ genährt wird und  Selbstachtung und Respekt vor dem Anderen wachsen lässt.

Spielanleitung

Sie können den kleinen Artikel anfangen, wo Sie wollen. Ich versuche so zu sein, wovon der Inhalt handelt. Kommunizieren im Sinn eines Miteinander-Redens ist für mich ein Spiel zweier oder mehr Personen. Ich lade Sie ein, mitzuspielen. Es ist riskant, weil bei Spielen der Ausgang offen ist.

Natürlich gibt es formal vorgeschriebene Gesprächsabläufe, wie sie beispielweise Rechtsordnungen oder gesellschaftliche Rituale vorschreiben. Doch selbst diese sind oftmals im Ausgang offen, obwohl sich der Mensch bemüht, an diese Ordnung zu halten.

Kommunikativ zu spielen, ist eine Einladung hineinzuspüren und  Spielzüge auf verschiedenen Spielfeldern zu wagen. So kann es Ihnen gelingen, sich mit dem Eigentlichen, der Ursprung des kommunikaziven Spiels zu verbinden, tatsächlich anwesend zu werden und jetzt etwas auszulösen.

Der Antispieler

Antispieler warten ab oder gehen ausschließlich strategisch vor. Oder Sie lassen erst einmal alles kommen und warten ab. Sie merken nicht, dass Sie am Bahnhof in einem stehenden Zug sitzen, zum Fenster hinaus blicken und meinen zu fahren, während es der Zug am anderen Gleis ist, der wegfährt. Progressiv geht heute anders. Horx nennt es „Co-Prinzip“, doch nur der kommunikativ bewegliche wird sinnvoll durch unruhige gewässer navigieren und neue gemneinschaftliche Möglichkeiten rechtzeitig entdecken.

1. Hören

Miteinander-Reden beginnt mit Schweigen von einer Seite. Zum Raum wird hier das Schweigen. So wird das Dazwischen der Beteiligten wahrnehmbar, hörbar. Ein Resonanz-Raum öffnet sich. Kommt der Raum zum Schwingen, kann Mitgefühl und Vertrauen entstehen.

  • Wie wäre es,  Sie wenden sich schweigend dem Anderen zu?
  • Was hören Sie?

In dem beobachtenden Hören entsteht eine Basis für Verstehen und Erkennen.

2. Befreien von Annahmen

Das Loslassen von Ihren Annahmen ermöglicht Ihnen, das Nadelöhr zum anderen zu passieren. „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr,..“lautet der Bibelspruch und bezieht sich auf ein Stadttor im alten Jerusalem: Wer mit dem Kamel durch das Stadttor wollte, um dort etwa Geschäfte zu machen, musste alle Taschen vom Kamel entfernen, damit es hindurch passte.

  • Wie sähen Ihre Gespräche aus, wenn Sie sich von allen persönlichen Annahmen, Prinzipien oder Überzeugungen suspensierten?

Wahrscheinlich wären Sie nicht irrtiert. Die Darbietung des Themas ist so, wie sie eben ist. Sie haben noch keine Vorstellung. Sie könnten ganz beim Anderen, ganz beim Thema sein. Nichts würde Sie beim Hinauf und noch beim Hinab des Spiels (im Verlauf des Gesprächs) belasten oder ablenken.

Neues hören

Spüren Sie allerdings leichten Ärger oder Missmut, dann können Sie fast sicher sein, dass Sie es mit etwas zu tun haben, das anders ist, als es Ihren Erwartungen und Weltkonstrukten entspricht. Hier wird das Gespräch spannend. Sie hören Neues.

Befreien Sie sich von ihren Verurteilen, ihren Stimmen der Überheblichkeit bis hin zur Arroganz, des Besserwissens oder des Zynismus.  Emanzipieren Sie sich über Ihre Ängste und vermag die gemeinsame Quelle im Gespräch beginnt zu sprudeln. Das Gespräch wird zu einem bewegten Tanz, wo mal die eine und dann die andere Person im gemeinsamen Spiel führt. Die Inhalte des Gesprächs befruchten sich gegenseitig.

3. Trampelpfade verlassen

Verlassen Menschen eingetretene Pfade, werden Sie irritiert. Wer keinen Spaß daran findet, macht einfach so weiter wie bisher. Haben Sie Lust zu spielen und andere Pfade wie die Pfadfinder im unwegsamen Gelände zu suchen? Bald werden Sie die Wege auch im Dickicht des Lebens ausmachen und Möglichkeiten konstruieren manch unpassierbaren Fluss oder Pass zu überwinden. Die Entdeckung hat begonnen.

4. Risiko

Sie lesen diese Zeilen und beobachten, was ich gerade schreibe. Doch Sie beobachten die Worte in Ihrem Jetzt. Das ist ein anderes Jetzt als mein Jetzt, als mir diese Gedanken kamen. Trotz Alterozentrietheit, ist es mir nur sehr eingeschränkt möglich, ihre Erwartungen und ihr Erleben zu erkennen. Ich kann mein Tun nicht an ihre Gedanken  und Reagieren anheften. Das Schreiben dieser Zeilen bleibt ein riskantes Unternehmen der Kommunikation.

Ihre Deutungswelt und Folgerungen werden zum Teil anders sein, als ich sie plante, während ich diesen Blog schrieb. Sie treffen andere Entscheidungen. Mir bleibt nur ein vages Bemühen, mir vorzustellen, ob der Text auch so wirken möge, wie ich es in meinem Jetzt dachte.

Das ist mein Risiko. Dem zu begegnen, braucht es Mut. Gute Gesprächs-Spieler haben Mut.

5. Kontingenz

Das Kommunizierte ist kontingent. Es kann so sein wie es ist (war oder sein wird), aber auch Anderes ist möglich. So sehr ich mich bemühe, in ihr Denken einzudringen, mir bleibt nur die Hoffnung und Sie einzuladen, eben meine Vorschläge mit einzubeziehen. Sie geben meiner Kommunikation (hier schriftlichen Äußerung) die Bedeutung.

7. Wahrnehmungsraum

Miteinander-Reden will einen Raum für gemeinsame Wahrnehmung öffnen. Ist der Raum geschützt und vertrauenserweckend ermöglicht er offen und ehrlich darin zu spielen. Ist der Raum voll, passt nichts mehr hinein.
Ist der Raum leer, vermag der Raum zur Gesprächszeit zu werden. Ein gemeinsames Bewusstsein entsteht. Die Menschen öffnen sich. Die Herzen öffnen sich. David Bohm, meinte, dass dies Voraussetzungen für ein dialogisches Spiel seien. In diesem Raum überspringen die Menschen Antipoden.

Im Anfang war ein Raum

Der Anfang ist, wie so oft, erst den eigenen inneren Raum wahrzunehmen und Klarheit zu finden, wohlwissend, dass es Winkel gibt, die sich einem Menschen selbst nicht zur Gänze erschließen. das primäre und sekundäre Unbewusste, vermag uns anzutreiben, doch es bleibt im Vorbewussten, ein Geheimnis. Das Spiel mit den personalen Geheimnissen umgehen zu lernen, gehört zur Kommunikation mit sich selbst und den begegnenden Menschen. Bevor Sie in den gemeinsamen Raum  treten und mit Menschen in Interaktion treten, empfiehlt sich dieses Vertrauen in sich selbst zu gewinnen.

  • Welche Geheimnisse spüren Sie in ihrem inneren Raum?
  • Wie gehen Sie damit um?

Möglichkeiten

Man sagt, man solle die Zahl der Möglichkeiten erhöhen (Imperativ von Heinz von Foerster). Ein Handeln, das die Möglichkeiten eher einschränkt, wäre nekrophil. Ein biophil agierender Mensch versucht die Zahl personalen Lebens eher zu erhöhen, statt die Möglichkeiten zu vermindern. Ich folge der Meinung von Erich Fromm.

Nicht wenige Menschen meinen der Kuchen sei begrenzt. Sie meiden Vielfalt, weil sie überzeugt sind, dass Übersicht Sicherheit gebe. Bei jedem Gespräch sehen Sie Gefahren. „Hic sunt leones“.

  • Wie sieht ein Gespräch aus, das von diesen Gedanken getragen wird?
  • Wie sähe ein Gespräch aus, in dem Sie lavieren, beobachten, Optionen offen halten?
  • „Einheit in Vielfalt“ oder „Einheit durch Vielfalt“?

Stimmungen

Stimmungen erzeugen, die so sind, dass alle in der Kommunikation mitspielen, sei das Ziel des gemeinsamen Kommunikationsspiels. Die Magie des Gesprächs ergibt sich, wenn Sie es schaffen, beim Anderen eine Gesprächswelt aufzubauen, in der das geschieht, was ihr Hörer erhofft hat, dass in diesem Gespräch geschehen und gedacht werden würde. Das bedeutet echtes Zaubern. Der jeweilige Kommunikator versucht eine Relationsstruktur im Gespräch aufzubauen. Damit macht der Kommunikator etwas Wunderbares: er überredet den Leser, eine Welt zu konstruieren, in der Wunderbares passieren kann.

Das Gegenteil funktioniert auch.

Kommunikativ spielen, um zukunftssicher zu sein

  • Weshalb werden die einen Kommunikatoren bejubelt und die anderen nicht?

Der Unterschied, der den Unterschied ausmacht ist, die einen wagen ein fröhliches, zuversichtliches und befreiendes Spiel. Die Spielverderber sagen: das Leben sei kein Spiel! Maturana hält dem entgegen: Spiele! Forschung und Wissenschaft zeigten uns, dass ohne Spielraum Zukunft nur schwer funktionieren kann. Menschen spielen mit allem, das sie umgibt, mit Worten, mit der Macht, mit der Liebe. Und Spielen ermöglicht Wahrscheinlichkeiten zu prognostizieren, und  mit entstehenden Diversitäten umzugehen.

  • Was sind ihre grünen Daumen, damit ihre Gesprächszukunft gedeiht, wächst und blüht?

Steigen Sie ins Spiel ein: es gelingen Ihnen geniale Spielzüge, Sie schießen über das Tor hinaus, Sie werden mit Foulspiel konfrontiert, werden von unerwarteten Spielzügen überrascht,  Sie können Scheitern und manch ein Gesprächspartner wird Sie ausspielen. Doch die Menschen, die das kommunikative Spiel mit den anderen Menschen gelernt haben, sind  fähig nicht nur passend zu reagieren; sie finden in diesem Raum, (Selbst-) Orientierung, Werte, Strategien, Möglichkeiten, Inspiration und Kreativität. Diese Menschen  werden durch diese Gespräche zukunftssicher.

Ich wünsche Ihnen ein erfrischendes und spannendes Spiel!

Was Sie brauchen ist Zeit, Geduld und Humor. Gewonnen hat, wer mitspielt!

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