Qualitäten der Persönlichkeit

von | Jan 14, 2021 | Persönlichkeit

Fritz Kraemer sagte: „Character counts, not position and title“. Which code of honor one pursues is important.

Welche Qualitäten zeichnen eine erfolgreiche Persönlichkeit aus? Sind Charakter, Auftritt, Stil und kultiviertes Benehmen auf  dem Weg zum Erfolg eher ein Handicap?

Ein Beispiel einer integren Persönlichkeit ist Fritz Kraemer. Er erreichte Unabhängigkeit und Respekt, indem er sich von einer  persönlicher Bereicherung  zurückgehalten hat. Er orientierte sich an seinen persönlichen Werten und seinem Werten. Sie waren der Kompass durch sein Leben. Er war erfolgreich, denn als Mentor hörten Henry Kissinger und Präsidenten der USA auf ihn.

Durchschnitt allerorten

Es gibt Menschen, die wirklich außergewöhnlich sind. Oft werden diese Menschen auf dem Weg zur Persönlichkeit, wenn Sie ihre Wesensart und Klarheit artikulieren, als nichtangepasst abgetan. Es sind Menschen, die aus der Reihe tanzen, sich oft auch nicht systemkonform verhalten. Sie sind unpassend und unbequem. Derweil regiert Durchschnitt und Mittelmaß. Viele übersehen, dass bei den Verteilungskurven die Kreativen, Persönlichkeiten und inspirierenden Menschen da finden, wo die gaussche Kurve  links oder rechts sich abflacht. 

Innere Stärke

Weist kritisches Denken und Verhalten nicht auf innere Stärke? Das hat nichts mit Renitenz zu tun. Menschen mit äussere Stärke berufen sich oft auf  legale Autorität und sind meist nur laut und verängstigen allenfalls Schwache. Die so vermeintlich Starken, versuchen oft noch lauter zu bellen, was eher zeigt, dass ihr Handlungsrepertoire sehr eingeschränkt ist, weil Sie nicht einmal fähig sind, aggressionsfrei anderen Meinungen zu begegnen.

Menschen, die bewegen

Kennen Sie Menschen, die wirklich etwas bewegen? 

Es sind oft Menschen, die nicht gleich zu hören sind. Es sind nicht immer die Lauten. Es sind Menschen, die oft leisere Töne anschlagen, die die Töne zwischen den Zeilen vernehmen und die ihre Qzualitäten im Tun zeigen, weil Sie sich von Belanglosem zu trennen verstehen.

Persönlichkeit

Persönlichkeit sei die Gesamtheit von längerfristig bestehenden, stabilen  Eigenschaften im Erleben und Verhalten eines Menschen. Beispiele für Eigenschaften wären, Intelligenz, Emanzipation über Aggressivität, primäre Tugenden, Geselligkeit und Leistungsmotivation. Oft wird synonym Charakter, Naturell, Eigenart, Habitus, Temperament für den Begriff Persönlichkeit gebraucht. Gordon W. Allport beschreibt Persönlichkeit als eine dynamische Ordnung derjenigen psychophysischen Systeme im Individuum, die seine einzigartigen Anpassungen an seine Umwelt bestimmen.“

Einige Facetten, die eine Persönlichkeit auszeichnen, seinen dargestellt:

Kultur

Das Wort „Kultur“ bedeutet im lateinischen ursprünglich Pflege, Bearbeitung und Ackerbau. Auf den Menschen bezogen beschreibe der Begriff Phänomene, die der Menschen selbstgestaltet hervorgebracht und entfaltet hat.
Je stärker ein Mensch nach Persönlichkeit strebt, desto mehr unterwirft sich der Mensch auch Zwängen. Empfindet sich der Mensch in dieser Situation nicht als getrieben, sondern gestaltet aktiv sein Leben, wird die Persönlichkeit mit einem integrem Charakter beschrieben.

Die Kultivierung der Persönlichkeit gewährleistet ein besseres Ergebnis. Persönlichkeitsbildung ist folglich zugleich immer Charakterbildung.

Charakter

Charakter bezeichnet landläufig eine subjektive Gesamtheit sittlicher Eigenschaften eines Menschen. Diese Eigenschaften zeigen sich in einem verstetigten Handeln und Verhalten, deren Richtung von Werten, Erwartungen, Interessen und Bedürfnissen bestimmt wird. Diese Phänomene können moralisch und sittlich gewertet werden. Deshalb kann man auch von einem Menschen mit gutem oder schlechtem, komplizierten, verlässlichen oder schwierigen Charakter sprechen.

Charakter ist ein kommunikatives Ereignis

Menschen sprechen sich selbst gewöhnlich kaum einen bestimmten Charakter zu. Er wird durch das Umfeld zugesprochen. Dieser Zuspruch betriffft das BIld, das sich andere Menschen aufgrund bestimmter Verhaltens-, Ausdrucks und Wert-Merkmalen machen. Die Charaktermerkmale sind erst aus der Rückschwingung mit  den interagierenden Menschen  zu erkennen. Charakter ist somit immer ein soziales Phänomen.

Charakter als Moralinstanz

Schon 372-287 v. Chr. wendete Theophrast den Begriff ins Moralische (=Sitte, Brauch, Charakter, Gewohnheit, Katalog von Normen) und Ethische (=Gesamtheit moralischer Lebensgrundsätze). Dies gewinnt heute wieder zunehmend im Business und Umgang miteinander in Beziehungen an Bedeutung. 

Charakter als primäre Tugend

Nach Aristoteles meinen die primären Tugenden Ausdrucksformen der Tapferkeit (Die Nikomachische Ethik, vor allem drittes Buch 1109 b 30 ff.). Drei Bereiche zählen zu den primären Tugenden, die heute offensichtlich zu wenig in Institutionen und Seminaren des Businesss eine Rolle spielen:

  1. Zivilcourage
  2. Konfliktfähigkeit
  3. Epikie oder der konstruktive Ungehorsam

Die Zivilcourage meint auch einmal unliebsame Punkte aufzuzeigen, die nicht im Mainstream liegen. Zivilcourage fragt nach Optimierungsstrategien jenseits aller Selbstverständlichkeiten, sinnvoller Verhältnismäßigkeit. Angst vor sozialer Strafe und Druck sind motivational die schlechtesten Ratgeber, es zeugt eher Feigheit und Unmündigkeit. 

Die Konfliktfähigkeit, bedeutet und zeigt sich darin, notwendige Konflikte unter dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu lösen versuchen. Eine konstruktive Streitkultur wird für jegliche Beziehung zum Erfolgsfaktor: sie versteht die Fähigkeit, Spannungsfelder frühzeitig zu orten und Konflikte nicht zu verdrängen, sondern offen zu legen und auszutragen.

Die Epikie oder der konstruktive Ungehorsam meint die Tugend gegen eine Norm (Z.B: Gesetz, Gehorsamsnorm, Standesnorm, moralische Norm) zu verstoßen, wenn im konkreten Kontext ein „vernünftiger“ Normgeber, die Norm anders festgestellt hätte. Das kann eine Persönlichkeit leisten, die eine natürliche Autorität zeigt.

Ehrenkodex

Wie finden Sie ihren individuellen Ehrenkodex? Sie müssen ihre tief sitzenden Regeln erkennen. Diese wurden uns oft schon als Kind oder in der Erziehung hinein sozialisiert. Diese haben mitunter ein inneres Moralgesetz geschaffen, deren übertreten Strafen nach sich zieht. Das können sein: Ängste, Schamgefühle, Schuldgefühle oder Gefühle geminderten Selbstwerts oder verringerter Selbstachtung. Nicht wenige zweifelhafte Führungskräfte nutzen diese Mechanismen aus, um ein „sozialverträgliches“ Verhalten zu steuern. Dass hier mitunter ein sittliches Versagen vorliegt, sei hier nicht weiter ausgeführt.

Eine Persönlichkeit versucht stets so zu handeln, dass durch Ihr Handeln fremdes und eigenes personales Leben eher gemehrt als gemindert wird.

Persönlichkeiten kennen ihre Werte

Finden Sie ihre Werte und Lebensprinzipien, glauben Sie daran und leben und entscheiden Sie danach. Das bedeutet, dass Sie nicht nur fragen: „Was ist für mich drin“, sondern: „Was ist für mich als Mensch drin“. Diese Werte zu leben, meint auch, diese stringent im Verhalten und in den Begegnungen zu kommunizieren.

Auswahl von Eigenschaften

Auf einige Eigenschaften einer Persönlichkeit seien genannt:

Großzügigkeit

Großzügigkeit ist der natürliche, äußere Ausdruck einer inneren Haltung von Empathie und liebender Güte. Großzügigkeit bezieht sich nicht nur auf ein Geben im materiellen Sinne, sondern auch auf eine Großzügigkeit aus dem Innen. Großzügigkeit bricht das enge Korsett des Geizes auf, der alles für sich selbst behalten und horten möchte. Der Geiz hindert uns daran, mit anderen zu teilen. Dies gilt nicht nur auf materieller Ebene, sondern auch im Sinne von emotionaler Unterstützung. Großzügigkeit fließt in jede Aktivität ein und lässt die Persönlichkeit reifen.

Beispiele:

  1. Weitergabe von materiellen Dingen.
  2. Schaffen eines angstfreien Raums
  3. Angebot von Begleitung, Rat und Orientierung

Erfolg teilen

„Geben ist mehr denn Nehmen“, beschreibt Adam Grant. Persönlichkeiten lassen andere teilhaben. Das Wunderbare am Geben ist, dass das Gefühl nicht nur wohltuend für den Empfänger, sondern auch für den Gebenden ist.

Eine Persönlichkeit weiß aber auch um das Zuviel des Gebens.

Ehrlichkeit

Ehrlichkeit ist die Grundlage jeglicher ethischen und verantworteten Persönlichkeit. Ohne Ehrlichkeit haben Menschen keinen Bezugsrahmen, keinen ethischen Kompass, aus dem heraus sie agieren können. Je mehr Ehrlichkeit, insbesondere gegenüber sich selbst der Mensch pflegt, umso stimmiger wirkt er. Unsere innere Welt wird deckungsgleich mit unserem äußeren Verhalten. Wir erscheinen unmissverständlich und als Persönlichkeit.

Ist ein Mensch ohne Geheimnisse interessant?

Achtsamkeit

Achtsamkeit bedeutet eine besondere Art der Bewusstheit. Eine Bewusstseinsweise, die hilft in komplexen Situationen sich nicht verloren zu fühlen. Diese Menschen können auch unter Unsicherheit navigieren. Achtsamkeit bedeutet im Jetzt zu agieren.

Versöhnlichkeit

Versöhnlichkeit eröffnet die Freiheit, Schmerz und Leid loszulassen. Versöhnlichkeit ist das Lösungsmittel, das den Klebstoff löst, der die Selbstgerechtigkeit festhält. Sie weicht das Gefühl „Ich habe Recht und du hast Unrecht“ auf. Damit eröffnen Sie sich mehr Möglichkeiten.

Und es ermöglicht, Menschen zu vergeben. Hier wächst die Persönlichkeit über sich hinaus. Der Wunsch nach Vergeltung nimmt ab. Der Mensch entspannt sich und wird ruhiger. Ängste und Sorgen verringern sich. Das Herz öffnet sich, weil es keine Fassaden oder Masken mehr braucht. Zuneigung, Liebe und Empathie beginnen zwischen Menschen zu oszillieren.

Geduld

Geduld ist im Wesentlichen die Einübung von Selbstbeherrschung auf der Grundlage von geistiger Disziplin.  Geduld umfasst die Tugenden wie Toleranz, Langmut und Versöhnlichkeit. Seine tiefere Bedeutung ist die Fähigkeit, Leiden zu ertragen. Zur Disziplinierung des Geistes, als Qualität einer Persönlichkeit, brauchen Mensch Stärke und geistigen Mut (Tanja Singer).

haben Sie aber bei couragiertem Verhalten immer „Mutter Courage“ von B. Brecht im Blick, um das rechte Maß zu finden.

Geistige Disziplin

Geistige Disziplin hilft, schädigende Lebensweisen, wie ungezügelte Emotionen einzuschränken. Die automatische und reflexartige Reaktion wird unterbrochen. Unzufriedenheit in unserem Leben ist der Brennstoff, der das Feuer destruktiver Gefühle, wie Wut, Feindseligkeit, Rache oder Hass, anfacht (Menschliche Destruktivität von Erich Fromm).

Bewältigung

Bei einer Meta-Betrachtung kann man entdecken, dass sich diese zerstörerischen Emotionen kontinuierlich selbst nähren. Je mehr sie genährt werden, umso stärker werden sie. Zur Bewältigung solcher sich selbst erhaltenden destruktiver Kreisläufe hilft es, die Aufmerksamkeit auf das Innere und den „Seelengrund“, das Sein an sich zu richten, statt andere Menschen und schließlich die ganze Welt zu beschuldigen. Zugegeben, das bedarf der Übung und unter Umständen auch einer kompetenten Begleitung. Eine Persönlichkeit weiß um die Wirkung.

Beharrlichkeit

Beharrlichkeit bedeutet, Ausdauer zeigen, auch angesichts von Widrigkeiten. Es ist wie die von Rumi und Joan de la Cruz besungene Blaumerle, die ihren Schnabel gegen den Wind stellt, je stürmischer der Wind bläst. Beharrlichkeit meint nicht Verbohrtheit. Beharrlichkeit verhindert, dass unser Leben von unseren Neigungen beherrscht wird, die uns an der Persönlichkeitsentwicklung hindern.

Konzentration

Menschen, die sich entwickeln wollen, brauchen einen konzentrierten Geist. Fokussierte Aufmerksamkeit oder Konzentration durchbricht die Macht der Ablenkung und sorgt für mehr Klarheit und Helligkeit des Geistes. Und da diese innere Klarheit austrahlt, wird auch die Persönlichkeit kontrastreicher.

Ihr Gewinn

Sie werden nicht zum Opfer vorschnellen Handelns, weil ihre Persönlichkeit einen starken Willen und Mut ausstrahlt und nicht tollkühn und unüberlegt sich laufend auf Neues stürzt, sondern Dinge auch zu Ende bringt und durchzusetzen vermag.

Ihre Persönlichkeit gewinnt, weil Sie ohne Abkürzungen auskommen und durch direkte Ansprache klare Botschaften senden. Machtattitüden haben Sie nicht nötig, sie werden als Mensch respektiert.

„He is a Mensch“, Fritz Kraemer

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Führen, heute und in Zukunft

Führung ist immer mit der Persöhnlichkeit des Menschen, der führt, verknüpft. Führen ohne integre Persönlichkeit führt ins Abseits.

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